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Gekocht, frittiert oder überbacken

Der französische Komiker Coluche brachte es seinerzeit auf den Punkt: «Die Artischocke ist das ideale Arme-Leute-Gericht: Je mehr du isst, desto mehr hast du davon im Teller.» Seine Definition gilt insbesondere für die gängigste und einfachste Zubereitungsart für das Distelgemüse. Dabei werden die knospigen Blütenstände mit etwas Zitrone in Salzwasser gar gekocht und mit Vinaigrette oder Mayonnaise serviert, in die die abgezupften Blätter getunkt werden. Verzehrt wird der untere Teil der Blätter und – nach Entfernung des «Heus» – der Blütenboden. Daneben gibt es aber unzählige raffiniertere Rezepte für marinierte, frittierte, gefüllte oder überbackene Artischockenvariationen.

Die Artischocke ( Cynara cardunulus) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und zählt zu den ältesten Kulturpflanzen, wurde sie doch schon im alten Ägypten angebaut. Sie gilt auch als Heilpflanze, der verdauungsfördernde und cho­lesterinsenkende Wirkungen zugeschrieben werden. Nach Kontinentaleuropa gelangte sie im 15. Jahrhundert, wo sie ihrer Blüte wegen vorerst in den Gärten der Adligen als Besonderheit galt. Heute wird die zu den Korbblütlern gehörende Pflanze unter anderem in Frankreich, Italien und Spanien grossflächig angebaut.

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