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Gemeindepräsident motiviert Frauen für den Gemeinderat

Der Turbenthaler Exekutive gehen die Frauen aus. Daher startet selbst Gemeindepräsident Georg Brunner einen Aufruf für Nachfolgerinnen.

Die Sicht der Frauen ist in der Turben­thaler Gemeindepolitik gefragt. Jedenfalls rührt selbst Gemeindepräsident Georg Brunner (FDP) die Werbetrommel für weibliche Mitglieder im Gemeinderat. Er hat einen entsprechenden Aufruf in der Lokalzeitung «Der Tössthaler» gestartet. Der Grund: Neben Gemeinderat Wilfried Kägi nehmen beide bisherigen Gemeinderätinnen jeweils nach zwei Amtsperioden den Hut. Sicherheitsvorsteherin Angela Irion (Bürgerlicher Gemeindeverein), die zuvor noch neun Jahre lang als Schulpflegerin tätig war, und Gesundheitsvorsteherin Erna Brüngger (EVP) treten für die neue Amtsperiode 2014 bis 2018 nicht mehr zur Wiederwahl an. Er sei zwar kein Verfechter einer Frauenquote, sagt Brunner. «Ich würde es aber persönlich begrüssen, wenn mindestens wieder eine Frau in der ­Exekutive vertreten wäre.» Der Gemeindepräsident, der 2006 mit Irion und Brüngger in die siebenköpfige Behörde gewählt worden war, hat die Frauen als «belebendes Element» erlebt. «Sie bringen andere Inputs ein.» Er sei zwar nicht immer mit allem einverstanden gewesen. «Aber ohne Frauen kommen diese Themen gar nicht erst aufs Tapet.» Nur Männer im Gespräch Politikerinnen spielten bisher in Turbenthal immer eine Rolle: Schon früher sassen Frauen im Gemeinderat, derzeit werden sowohl die Primar- als auch die Sekundarschulpflege von Frauen geleitet. Für die drei frei werdenden Sitze im Gemeinderat sieht es derzeit allerdings düster aus. Bisher sind laut Brunner nur männliche Bewerber im Gespräch. «Es wäre schade, wenn wir in Zeiten ohne Frauen zurückfallen würden», findet Erna Brüngger. Sie kann das Amt nur weiterempfehlen: «Es war sehr lehrreich und spannend.» Auch Angela Irion möchte die Erfahrung nicht missen: «Es waren zwar viele Stunden Arbeit, aber ich habe auch viel dafür bekommen.» So habe sie sich etwa viel Wissen aneignen können. Ein gutes Netzwerk sowie Führungs- oder Projektmanagementerfahrung erachten beide als Vorteil für eine Gemeinderätin. Sie haben sich auch schon in ihrem Umfeld nach Nachfolgerinnen umgeschaut. «Viele wollen allerdings nach der Familienzeit eher wieder in den Beruf als in die Politik einsteigen», sagt Irion.

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