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Gemeinderat verlangt konkrete Vorwürfe

In Adlikon läuft eine Kampagne gegen die Gemeindeschreiberin. Für den Gemeinderat fehlen jedoch konkrete Vorwürfe.

Die Anzahl Unterschriften ist beeindruckend, das Ziel klar: Rund 100 Personen haben in Adlikon eine Petition unterschrieben, die unter dem Titel «Stop Behörden-Terror» nicht weniger als die Absetzung der Gemeindeschreiberin fordert. Anfang Monat hat der Gemeinderat ein Couvert mit den Unterschriftenbögen erhalten. Wie es weitergeht, ist noch offen, denn der Gemeinderat richtet jetzt seinerseits eine Forderung an die Petitionäre. Deren Urheber oder jemand anders solle konkrete Vorwürfe erheben und diese schriftlich nachreichen, sagte Gemeindepräsident Gody Sigg, als er am Dienstag an der Gemeindeversammlung Stellung bezog. Denn genaue Kritikpunkte an der Verwaltungsführung fehlen in der eingereichten Bittschrift. Sollten diese aber noch schriftlich formuliert werden, sei der Gemeinderat bereit, eine Administrativuntersuchung einzuleiten, fuhr Sigg fort. Allerdings müsste in diesem Fall wohl ein Rechtsanwalt die Vorwürfe abklären und einen Bericht verfassen. Ganz sicher müsste der Gemeindeschreiberin rechtliches Gehör gewährt werden. Erst danach entscheidet der Gemeinderat, ob er Konsequenzen ziehen will. Kritiker nicht im Saal Anlass und Hintergrund für die Kampagne sind diffus. Der Initiant äusserte sich bis jetzt öffentlich nicht dazu, er war am Dienstag auch nicht an der Gemeindeversammlung. Aus dem Dorf ist allerdings zu hören, dass der Konflikt sich an der Wassernutzung im Ortsteil Dätwil entzündete. Die Gemeindeschreiberin ihrerseits zeigte sich der «Andelfinger Zeitung» gegenüber betroffen. Der Angriff auf ihre Person tue weh, sagte sie. Vor allem auch, da sie das Gefühl habe, nach bestem Wissen und nach den Regeln ihres Amtes zu arbeiten. Die traktandierten Geschäfte wurden an dem Abend alle angenommen. Zwar gab es vereinzelt Kritik an den Kosten für die erste Sanierungsetappe der Dorfstrasse in Adlikon. 750 000 Franken seien zu viel Geld, fand ein Mann und schlug vor, gebrauchte Abwasserleitungen einzubauen statt neue. Schliesslich wurde das Vorhaben mit 41 zu 3 Stimmen bewilligt. Allerdings haben sich etliche Leute der Stimme enthalten; total waren 73 Stimmberechtigte da. Einstimmig gutgeheissen wurde das Budget 2015. Das geschätzte Minus von knapp 165 000 Franken erklärte Gemeindepräsident Sigg vor allem damit, dass sich die Einnahmen aus dem Ressourcenausgleich in etwa halbieren.

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