Zum Hauptinhalt springen

Gemeinsames Singen schweisst zusammen

Der Dinerter Chor singt weltliche Lieder, tritt aber auch regelmässig in der Kirche auf und hat sich schon mehrmals an die Herausforderung gewagt, eine Messe aufzuführen.

«Als kleiner Chor mit zurzeit 21 Frauen und Männern zeichnen wir uns durch ein breites Repertoire aus», sagt Vereinspräsidentin Pia Haas. Auf dem Programm des Dinerter Chors stehen neben geistlichen Liedern und leichter Klassik auch Evergreens wie etwa «Marina» von Rocco Granata, Volkslieder und Schlager. Bei den Auftritten vor Publikum legen die Sängerinnen und Sänger Wert auf ihr Äusseres: Die Damen präsentieren sich im schwarzen Jupe oder schwarzer Hose mit blauer Bluse, die Herren tragen zur schwarzen Hose ein hellblaues Hemd mit einheitlicher Krawatte. Seit einiger Zeit werde jedoch ein neues Outfit diskutiert, sagt Vereinspräsidentin Haas.

Begleitet wird der Chor je nach Repertoire von einem Instrumentalensemble oder von Solisten. Zur Aufführung kommen auch anspruchsvolle Werke, die ein grosses Können erfordern und für die jeweils intensiv geübt wird. Zu diesem Zweck treffen sich die Chormitglieder einmal pro Woche im Schulhaus Dinhard. «Bei Kirchenkonzerten haben wir uns schon mehrmals an die Herausforderung einer Messe gewagt», so Haas. Mit Erfolg, wie sie stolz anfügt.

Gemeinsam kochen

Nicht nur aufs gekonnte Singen wird Wert gelegt. «Zu einem erfolgreichen Auftritt gehören auch Ideen für die Interpretation der Lieder und für die Bühnendekoration», sagt Haas. Sie gerät ins Schwärmen, wenn sie davon erzählt, wie sich die Mitglieder immer wieder spontan bei Zusatzaufgaben engagieren. Etwa, wenn es dar­um geht, für einen Auftritt ein Buffet vorzubereiten oder nach der Generalversammlung für ein Nachtessen zu sorgen. Wenn sie vom Chorleben berichtet, spürt man die Begeisterung für das gemeinsame Singen. «Wir alle teilen die Freude am Gesang, und das schweisst uns zusammen.» Die 21 Mitglieder sind zwar keine Profis. Die Gesangsleistung bewege sich aber seit Jahren auf kon­stant hohem Niveau, so Haas.

Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Dazu gehören die jährliche Chorreise, das gemütliche Beisammensein nach den Proben und der gute Kontakt unter den Chormitgliedern. Was die Entwicklung der Mitgliederzahlen betrifft, konstatiert Haas einen leichten Abwärtstrend. Altershalber, wie sie anfügt. «Wir würden uns daher über neue und junge Gesichter freuen.»

Im Dorf ist der Dinerter Chor gut verwurzelt. Er arbeitet auch regelmässig mit dem örtlichen Kulturverein zusammen und finanziert sich über Gagen, Gönner, Sponsoren und Mitgliederbeiträge. «Zudem verfügen wir über ein kleines Vereinsvermögen und erhalten einen Zustupf von der Gemeinde für die Ständchen, die älteren Jubilaren aus dem Dorf gebracht werden», sagt Haas, die hauptberuflich als Lehrerin tätig ist. Was die Zukunft ihres Chors betrifft, ist sie optimistisch. «Wir sind offen für Neues und bauen unser Repertoire kontinuierlich aus.» (cl)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch