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Gemüse und Ackerpflanzen der schweizerischen Stiftung Pro Specie Rara

Rouge de Genève Die Speisezwiebel ist eine uralte Kulturpflanze und relativ anspruchslos im Anbau. So auch die Lokalsorte Rouge de Genève, die am besten an sonniger Lage angebaut wird. Von samenfesten Zwiebelsorten wird meist nur Saatgut angeboten, mit dem erst im zweiten Jahr ausgewachsene Küchenzwiebeln geerntet werden können. Ausgesät werden die Zwiebeln entweder so früh wie möglich in der Frühlingszeit oder im Herbst an Ort und Stelle, wo die Zwiebeln im Freien überwintern. Die Ernte des Gemüses erfolgt, wenn das Laub der Zwiebel von selbst umfällt. Die Rouge de Genève ist eine relativ grosse, flach-runde, violette Zwiebel. Shah Mikado White Bei der Shah-Mikado-White-Tomate bekommt die Bezeichnung «tomatenrot» eine ganz neue Bedeutung: Die Fleischtomate weicht von der typischen Färbung ab und kommt weisslichgelb daher, bei der Vollreife dunkler. Wie alle Fleisch- tomaten haben auch die Shah-Mikado-White-Tomaten wenig Saft, dafür aber ein feines Fleisch. Ausgesät wird das Gemüse an der Wärme zwischen Februar und März und kann nach dem 10. Mai ausgepflanzt werden. Die Tomaten sind dabei auf eine Stütze angewiesen. Abgesehen von der Sorte Currant White zählt Pro Specie Rara die kartoffelblättrige Shah Mikado White zu den besten weissen Sorten. Roter Tessinermais Die amerikanische Kulturpflanze Mais ist über 7000 Jahre alt und wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts – erstmals vom Seefahrer Christoph Kolumbus – nach Europa gebracht. Heute sind fast nur noch hybride Maissorten erhältlich. Der Rote Tessinermais ist im Gegensatz zu den Hybridsorten samenfest. Zwischen 1930 und 1940 waren die roten Maissorten im Tessin noch weit verbreitet. Der Rote Tessinermais ist an höhere Lagen angepasst und kann in klimatisch ungünstigen Gebieten im Haus, unter Glas in Töpfen oder in Saatschalen gesät werden. Später kann der Mais abgehärtet und ausgepflanzt werden. Grüner Stern Erste Nachweise einer Salatkultur in Mitteleuropa gibt es bereits aus dem Jahr 800 n. Chr. Salate werden in der Regel in vier Kulturvarietäten unterteilt: Kopfsalate, Pflück- und Schnittsalate, Römische Salate und Spargelsalate. Der Grüne Stern zählt mit seinen lanzenspitzförmigen Blättern und den grünen, sternförmigen Rosetten zu den robusten Spargelsalaten. Diese bilden zuerst relativ lockere Blattrosetten und schiessen bald in die Höhe. Etwa 100 Tage nach der Saat können die Blütenstängel vor der Blüte geerntet werden. Der Grüne Stern kann wie Lattich roh im Salat oder auch als Gemüse gekocht verwendet werden. Golden-Rande Vermutlich waren es die Römer gewesen, die damals die Rande nach Mitteleuropa gebracht haben. Heute ist die Rande hauptsächlich mit rötlicher Färbung bekannt, da die Farbunterschiede über die Jahre weggezüchtet wurden. Bei der Sorte Golden sind, wie der Name schon erahnen lässt, die Blattrippen und das Fleisch gelb gefärbt. Die Golden-Rande stammt wahrscheinlich von der sehr alten Sorte «Early Blood» aus dem 18. Jahrhundert ab und wird zwischen April und Juni ausgesät. Beim Kochen der Rande verhindert ein Schuss Essig das Ausbleichen der Farbe. Die duftenden Blätter der Golden-Rande sind ebenfalls essbar. (tig)

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