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Genug von «Spinnern»

Der Bürgermeister von Saint-Gervais, einem Dorf im Montblanc- Massiv, hat genug von «Spinnern». «Ich will hier andere Saiten aufziehen», kündigt Jean-Marc Peillex an.

Was den Bürgermeister so in Rage bringt, sind jene Bergsteiger, die sich leichtsinnig und unvorbereitet auf den gefährlichen Aufstieg zum rund 4800 Meter hohen Montblanc begeben. Das Fass zum Überlaufen hat ein Familienvater aus den USA gebracht, der seine beiden minderjährigen Kinder auf den Berg schleppen wollte. Patrick Sweeney hatte versucht, zusammen mit seinen beiden Kindern im Alter von neun und elf Jahren den Couloir du Goûter auf 3700 Meter Höhe zu durchqueren, der von manchen auch «Todeskorridor» genannt wird. Auf einem Video, das der US-Sender ABC News ausstrahlte, war zu sehen, wie die Kinder von einer beginnenden Lawine mitgerissen wurden. Ihr Vater konnte sie knapp vor dem Sturz in die Tiefe retten. Der Bürgermeister von Saint-Gervais glaubt, dass es «immer mehr Spinner» am Montblanc gibt. Er erinnert an den Fall eines polnischen Bergsteigers, der die Rettungskräfte gebeten hatte, ihn mit dem Helikopter wieder ins Tal zu bringen – aus reiner Bequemlichkeit. Peillex meint, man müsse solche Leute «beim Geldbeutel packen» – etwa indem sie für die Rettungseinsätze zahlen müssten. Dazu müsste Bergsteigern ein absichtliches Verschulden nachgewiesen werden.

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