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Gericht hebt Eigental-Beschlüsse auf

EIGENTAL. Das Verwaltungsgericht hat in Sachen Eigentalstrasse entschieden: Kloten und Nürensdorf müssen über die Bücher. Oberembrach freut sich darüber.

Ein Gesamtkonzept unter Einbezug des Kantons statt wie bisher zahlreiche Teilentscheide und Rekurse: Dies verlangt das Verwaltungsgericht für die Strasse durchs Eigental. Gestern traf der lange erwartete Entscheid bei den Gemeinden ein. Das Gericht hebt darin die ursprünglichen Beschlüsse von Kloten und Nürensdorf auf. Diese sahen eine Sanierung der Strasse ohne Froschtunnels, dafür mit ausgedehnten Sperrzeiten vor. Auch den Entscheid des Bülacher Bezirksrats, welcher den Bau von Froschtunnels favorisierte, wies das Verwaltungsgericht zurück. Nun liegt der Ball wieder bei Kloten und Nürensdorf. Die Gemeinden müssen nun in Zusammenarbeit mit dem Kanton eine Gesamtlösung ausarbeiten. Klotens Bauvorstand Max Eberhard und der Nürensdorfer Gemeindepräsident Franz Brunner wollten den Entscheid noch nicht kommentieren. ZVS/Bird Life Zürich will ebenfalls erst die ausführ- liche Begründung des Verwaltungsgerichtes abwarten. Der Oberembracher Gemeinderat fühlt sich durch den Beschluss des Gerichts bestätigt. «Ich habe auf einen solchen Entscheid gehofft», so Gemeindepräsident Bernhard Haas. Nun müssten die beiden involvierten Amtsstellen beim Kanton endlich aktiv werden und alle beteiligten Parteien zusammen eine Lösung suchen. «Ich hoffe dabei sehr auf die Unterstützung der beiden Regierungsräte Stocker und Kägi», sagt Haas. Es sei an der Zeit, dass eine Gesamtbetrachtung unter Berücksichtigung des Naturschutzes, der Ökologie und der Wirtschaftlichkeit erfolge. Sperrung hält an Zu Wort gemeldet hat sich gestern auch das Komitee Pro Eigental, welches sich mit einer Petition für eine schnelle Sanierung der Strasse eingesetzt hat. Komiteesprecher und EDU-Kantonsrat Michael Welz ist wenig begeistert vom jüngsten Entscheid: «Der Ball wird damit an die unwilligen Eigentümergemeinden Kloten und Nürensdorf zurückgegeben und der Einfluss der kantonalen Fachstelle Naturschutz zur Mitbestimmung über die Strassenbenützung verstärkt.» Verliererin sei die betroffene Bevölkerung, welche noch länger auf die Öffnung der Strasse warten müsse. Die Strasse bleibt also weiterhin gesperrt. Brunner rechnet sogar damit, dass das Verfahren noch vor das Bundesverwaltungsgericht und vielleicht sogar vor Bundesgericht gebracht wird.

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