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Geschwister-Scholl-Preis an Otto Kulka

münchen. Der israelische Historiker und Holocaustüberlebende Otto Dov Kulka wird mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet. Er erhält den Preis für sein Buch «Landschaften der Metropole des Todes». Kulka wurde 1933 in der Tschechoslowakei geboren und überlebte als Kind das Konzentrationslager Auschwitz. Sein Leben lang habe er sich wissenschaftlich mit der Geschichte des jüdischen Volkes befasst, ohne sein eigenes Schicksal zum Thema zu machen. In den «Landschaften der Metropole des Todes» breche Kulka erstmals mit dieser strikten Trennung, heisst es in der Begründung. Sein Buch sei kein klassisches Erinnerungsbuch, «sondern eine Reflexion über die Chancen und Grenzen des Erfassens und Verstehens und eine schmerzliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Gedächtnis». Nach längerer Zeit geht der mit 10 000 Euro dotierte Geschwister-Scholl-Preis damit wieder an einen Autor, der sich mit dem Holocaust auseinandersetzt. (sda)

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