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Gestaltungsplan nimmt Hürde problemlos

Dreh- und Angelpunkt der Gemeindeversammlung in Seuzach vom Montag war der öffentliche Gestaltungsplan Alterszentrum im Geeren. Er wurde einstimmig genehmigt.

Die bestehenden Gebäude des Alterszentrums im Geeren sind knapp 15 Meter hoch. Ungefähr gleich hoch sollen auch der geplante neue Trakt C und die Erweiterung des Traktes B werden. Sie überschreiten die in der Zone für öffentliche Bauten erlaubte Höhe um mehr als zwei Meter. «Deshalb braucht es einen Gestaltungsplan», erklärte Zweckverbandspräsident Urs Roost am Montag im Vorfeld der Gemeindeversammlung in Seuzach an einer Informationsveranstaltung. Je höher, desto rentabler «Wenn wir nicht auf vier Stöcken bauen würden, wäre die Rentabilität des Projektes infrage gestellt.» Das Projekt sieht neben der baulichen Erweiterung und Teilsanierung der beiden bestehenden Gebäudeteile einen vierstöckigen Neubau im Westen des Areals mit insgesamt 80 Zimmern vor. Roost gab an der Veranstaltung ausserdem bekannt, dass der Zweckverband eine Statutenrevision ins Auge fasst, um «vermögensfähig» zu werden. Geschäft grosser Tragweite An der Gemeindeversammlung ging Bauvorsteherin Katharina Weibel, die die Versammlung auch präsidierte, Punkt für Punkt des öffentlichen Gestaltungsplanes mit dem Publikum durch. «Ein Geschäft dieser Tragweite hat man nicht jedes Jahr», sagte die Gemeindepräsidentin ad interim. «Unsere heutige Entscheidung wird Auswirkungen auf die elf weiteren Zweckverbandsgemeinden haben.» Der Gestaltungsplan könne nur als Ganzes angenommen oder abgelehnt werden. Weibel informierte darüber, dass gegen das Projekt Einwände einer Privatperson und des Amtes für Raumentwicklung eingegangen seien, die zum Teil berücksichtigt wurden. In der Lesung der 16 Artikel wurden keine Änderungsbegehren laut. Akzeptiert wurde auch der Passus über die Parkierung, wonach 103 Abstellplätze für Motorfahrzeuge vorzusehen sind, davon 43 oberirdisch für Besucher sowie 60 ober- und unterirdisch für Beschäftigte. «Das sind 20 Parkplätze mehr als ursprünglich vorgesehen», sagte die Bauvorsteherin. Sie erklärte die vom Gemeinderat verlangte Nachbesserung damit, dass weder Verkehr noch Quartiere belastet werden sollen. «Wir haben kaum Möglichkeiten der direkten Busanbindung an unsere Nachbargemeinden», sagte sie mit Blick darauf, dass Besucher und Mitarbeitende deshalb oft das Privatauto brauchen würden. Einziger Diskussionspunkt Dass 103 Parkplätze genug seien, wurde von einem Votanten, der beruflich über Erfahrung in der Parkplatzbewirtschaftung verfügt, bezweifelt. «Es wäre schade, wenn das schöne Projekt daran scheitern würde», meinte er, ohne jedoch einen Antrag zu stellen. Weibel zeigte sich zuversichtlich, dass der Kanton das Quantum an Parkplätzen akzeptieren werde. «Weil die nun definierte Anzahl unserer Bau- und Zonenordnung entspricht.» Die 113 anwesenden Stimmberechtigten hiessen den öffentlichen Gestaltungsplan einstimmig gut. Die Genehmigung der Baudirektion wird Ende Mai erwartet. Geht in der 30-tägigen Frist danach kein Rekurs ein, tritt der Gestaltungsplan Ende Juni in Kraft. Baubeginn 2018 Laut Zeitplan kann über den Projektierungskredit von 3,85 Millionen Franken voraussichtlich im Spätsommer in den Gemeinden des Zweckverbandes abgestimmt werden. Im Herbst 2017 könnte dann der Gesamtkredit mit einem Kostendach von 45 Millionen Franken an die Urne kommen. Mit dem Neubau an der Kirchhügelstrasse 5 soll spätestens 2018 begonnen, das Gesamtprojekt bis spätestens 2023 abgeschlossen werden.

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