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Getrübte Feststimmung

Der Wille, dem Klub zum 70. Geburtstag einen Sieg zu schenken, war spürbar, doch insgesamt spielten die Lakers beim 3:4 nach Penaltys gegen Fribourg zu unkonstant und fehlerhaft.

«Diesen Match hätten wir nie und nimmer verlieren dürfen», entfuhr es Antonio Rizzello nach Spielschluss. Der Frust bei Rapperswil-Jonas Stürmer mit der Nummer 17 sass tief. Verständlich: Es war ja kein Spiel wie jedes andere für die St. Galler, sondern eines in einem ganz speziellen, feierlichen Rahmen: Denn vor genau 70 Jahren war der Klub am Obersee gegründet worden.

«Wir wollten unbedingt unseren Teil zu einem gelungenen Geburtstagsfest beitragen», fuhr Rizzello fort. Dies gelang ihm und seinen Teamkollegen, die in rot-weissen, werbefreien Retroshirts aufliefen, nur bedingt. Sie bescherten der Saisonrekordkulisse in der Diners-Club-Arena (5419 Zuschauer) zwar ein unterhaltsames, spannendes Spiel, doch das Wichtigste fehlte: ein Happy End. «Leider, ja. Und das schmerzt extrem. Der Klub und die Fans, die für eine unglaubliche Stimmung sorgten, hätten dies wirklich verdient gehabt», ärgerte sich der Flügelstürmer.

Nach Führung zu passiv

Die Gründe für die knappe Niederlage waren schnell gefunden. «Das zweite Drittel war schwach», analysierte Rizzello. «Da wurden wir, mit der Führung im Rücken, zu passiv und machten dem Gegner das Toreschiessen zu leicht.»

Nach dem ersten Drittel lagen die Lakers verdientermassen 2:1 in Front. Sie waren das aktivere Team, mussten zunächst zwar einen Rückstand hinnehmen, als Benjamin Plüss einen Konter mit einem präzisen Hocheckschuss abschloss (5.), doch bis zur Pause lenkten Derrick Walser (7./mit einem Knaller im Powerplay) sowie Marco Pedretti (14./nach einem Konter) das Spiel in die richtigen Bahnen. Unerklärlicherweise kehrten die St. Galler danach wie gelähmt aus der Kabine zurück. Und während dieser Schwächephase machten Thibaut Monnet (29.) und Topskorer Marc-Antoine Pouliot (34.) für Fribourg aus einem 1:2-Rückstand eine 3:2-Führung. Beiden Treffern (29./34.) gingen defensive Nachlässigkeiten der Lakers voraus: Erst hatte es Cédric Hächler verpasst, den Stock des unmittelbar vor dem Tor postierten Gegenspielers zu kontrollieren, dann Sven Berger.

Dies war zu viel für Lakers-Trainer Anders Eldebrink: Der Schwede nahm sein Time-out und redete seinen Schützlingen gehörig ins Gewissen.

Chancen nicht genutzt

Die Reaktion blieb nicht aus. Die Lakers fingen sich wieder und kamen keine drei Minuten später durch Mikael Johansson zum Ausgleich, als dieser bei nur je vier Feldspielern auf dem Eis entwischte (37.). Bei diesem Resultat bliebs bis zum Ende der regulären Spielzeit. In der Verlängerung boten sich den Gastgebern dann während eines Powerplays gleich mehrere Chancen, sich den Zusatzpunkt zu sichern. Die Scheibe lief eigentlich gut, beim Abschluss mangelte es aber an Ideen.

Genauso spannend wie das Spiel präsentierte sich danach das Penaltyschiessen. Monnet legte für die Gäste vor, doch Niklas Persson behielt als fünfter Schütze der St. Galler die Nerven. Nach Pouliots erneutem Führungtreffer für Fribourg hatte auch Johansson das Messer am Hals – und er versagte. Silvano Umberg

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