Zum Hauptinhalt springen

Gewerbe und Grundbesitzer reagieren gelassen

Bei den Unternehmen kommen die schärferen Auflagen zum Schutz der Industriezonen gut an. Auch die Grundbesitzer wollen sich nicht beklagen.

Bei der Baufirma und Arealentwicklerin Implenia sind zwei Grundstücke mit 6600 und rund 20 000 Quadratmetern von den neuen strengeren Regeln betroffen, Wohnzonen gibt es in keiner davon. Implenia-Sprecher Philipp Bircher betont, dass man «faire und ausgewogene Lösungen für alle Seiten» gefunden habe. «Implenia unterstützt die Bemühungen der Stadt, mit der Planungszone eine stadtverträgliche, nachhaltige sowie ganzheitliche Entwicklung zum zukünftigen urbanen Zentrum Neuhegi zu erreichen, und ist bereit, ihren Beitrag zu leisten.»

Ein grosses Stück Industrieland hat Implenia kurz vor Weihnachten an die Zürcher Immobilienfirma Intershop verkauft. Dass dessen Bebauung nun zusätzlichen Anforderungen unterworfen ist, kommt für CEO Cyrill Schneuwly nicht ganz überraschend: «Wir wussten, was der Stadt vorschwebte. Wir haben das Land in der Erwartung gekauft, dass es Indus­trieland bleibt.» Zwar schmälern die Zusatzauflagen die mögliche Wertsteigerung auf dem Gelände. Doch enttäuscht ist Schneuwly nicht: «Hätte sich abgezeichnet, dass eine andere Nutzung möglich ist, hätten wir wohl auch einen höheren Landpreis zahlen müssen.»

Bei den Produktionsbetrieben an der Sulzerallee herrscht vorsichtige Zufriedenheit. «Es ist richtig, dass in diesem wichtigen kantonalen Entwicklungsgebiet auch Indus­trieland und dessen Arbeitsplätze geschützt werden», findet Optimo-Mitinhaber und SVP-Kantonsrat Peter Uhlmann. Fachmärkte hätten am ohnehin teuren Standort höhere Bodenpreise und mehr Autoverkehr gebracht. Jetzt gelte es, das Industriequartier als solches zu behandeln: So sei an der Sulzerallee Platz für Werksverkehr wichtiger als Baumreihen.

«Erleichtert» fühlt sich Kurt Kohler, Geschäftsleiter von Maag Recycling. Sein Stammhaus in der Nähe des Bahnhofs Grüze ist bereits jetzt aus der Planungszone ausgeschieden. Bei ihrer Einrichtung im Sommer 2010 hatte Maag Recycling gemeinsam mit der Nachbarfirma Geilinger gegen die Planungszone rekurriert, weil sie Eingriffe der Stadt auf ihren Grundstücken befürchteten. Geändert hat sich für sie nun allerdings nichts. Unsicherer sei dagegen die Zukunft des Maag-Umschlagplatzes beim Bahnhof Grüze. Dieses Grundstück könnte von einer allfälligen Umgestaltung betroffen sein. Die Betriebsbewilligung gelte noch bis 2017.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch