FC Russikon

Gewerbeschüler entwerfen Clubhaus mit Terrasse

Eine Jury hat aus acht Vorschlägen einen Sieger gekürt. Es handelt sich um einen zweigeschossigen Bau mit Blick über die Fussballfelder. Angehende Zeichner haben ihn skizziert.

Drei Schüler der Gewerbeschule Wetzikon haben das neue Clubhaus Tüfiwis entworfen.

Drei Schüler der Gewerbeschule Wetzikon haben das neue Clubhaus Tüfiwis entworfen. Bild: Visualisierung: PD

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«Es soll nicht einfach ein neues Clubhaus für den Fussballclub, sondern ein Haus für alle Vereine werden», betont Ronald Schmid, Vizepräsident des FC Russikon. Denn es gebe in der Gemeinde derzeit keinen Saal, in dem sich Vereinsmitglieder oder Einwohner zu Generalversammlungen oder Informationsabenden treffen könnten.

Ein neues Clubhaus sollte diese Möglichkeit ebenso bieten wie getrennte Garderoben für Jungs und Mädchen sowie mehr Stauraum für den FC. Das alte Vereinshaus Tüfiwis stammt aus dem Jahr 1996, sein Holzgerüst leidet unter der Feuchtigkeit und wird zunehmend morsch. Weil eine Renovation mit einem Anbau etwa gleich teuer gewesen wäre wie ein Neubau, haben sich Gemeinde und FC für Letzteres entschieden. Das Projekt steht unter der Federführung des FCs.

Angehende Zeichnerinnen und -zeichner im vierten Lehrjahr der Gewerbeschule Wetzikon haben in den letzten Monaten im Rahmen eines Schüler-Architekturwettbewerbs acht Vorschläge ausgearbeitet. Eine Jury, bestehend aus dem Gemeindepräsidenten Hans Aeschlimann (SVP), einem Architekten, der Liegenschaftenverwalterin der Gemeinde, dem Bausekretär und dem Vizepräsidenten des FC haben den Sieger bestimmt. Es ist das Projekt der Zürcher Oberländer Schüler Sandro Meier, Luca Spiess und Sandro Egloff. [nonbreakingspace]

Es sei das Gesamtpaket, welches die Jury überzeugt habe, sagt Schmid. So müssten beispielsweise nicht unnötige Wege zurückgelegt werden. Und: «Es ist zwar architektonisch nicht das Schönste, aber es hat unser Raumkonzept am besten umgesetzt.» Ausserdem sei die Terrasse im ersten Stock ein klarer Pluspunkt. Diese ist so ausgerichtet, dass die Zuschauer eine gute Sicht über die beiden Fussballfelder haben.

Restaurant, Küche, Festsaal

Im zweigeschossigen Bau sind im ersten Stock das Restaurant, die Küche, ein Büro, der Festsaal und WCs untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich Duschen, Garderoben, weitere WCs, ein Materialraum und die Technik. Laut ersten groben Schätzungen der Schüler kommt das Gebäude auf 1,4 Millionen Franken zu stehen. «Das kann sich aber noch nach unten oder oben verändern», sagt Schmid. [nonbreakingspace]

Am meisten zu kämpfen hatten die Schüler damit, dass sie ein bestimmtes Raumprogramm umsetzen und ein Kostendach von einer Million Franken einhalten mussten, wie Schmid weiss. Der FC-Präsident ist aber mit den Ergebnissen sehr zufrieden. «Die Lernenden haben sich viel Mühe gegeben und coole Vorschläge präsentiert.» Auch wenn nicht alle Details hätten realisiert werden können, «so waren die Ideen dahinter trotzdem gut». [nonbreakingspace]

Die Mitglieder der Jury werden das Projekt mit den drei Schülern nun weiter bearbeiten. «Erst wenn es definitiv steht, können wir die genauen Kosten bestimmen», sagt Schmid. Bis Ende Jahr wolle man sich Zeit lassen, damit man dem Gemeinderat einen Vorschlag präsentieren könne, «der Hand und Fuss hat», wie Schmid sagt. Danach wird noch die Gemeindeversammlung darüber befinden.

Erstellt: 09.06.2019, 17:25 Uhr

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