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Giesserei in Bauma mit Aussicht auf mehr

Noch vor zwei Monaten waren mehrere Mitarbeiter der Baumer Giesserei Wolfensberger von Kurzarbeit betroffen. Nun hellt sich die Situation deutlich auf: Ein Grossauftrag, verknüpft mit einer möglichen Partnerschaft, lastet die Sandgiesserei auf lange Zeit aus.

«Es ist schön, wieder einmal von einem Erfolg berichten zu können», freut sich Markus Schmidhauser. Grund für die gute Laune des Geschäftsführers der Baumer Giesserei Wolfensberger ist ein Grossauftrag, den die Firma kürzlich unter Dach und Fach gebracht hat», meldet der «Zürcher Oberländer». Der Auftrag entspricht mit einem Volumen von 4 bis 6 Millionen Franken gegen 10 Prozent des letztjährigen Umsatzes.Wer der Auftraggeber ist, will Schmidhauser nicht sagen. Nur soviel: Es handelt sich um einen Industriekonzern aus dem Kanton Zürich. Der Zeitpunkt könnte für die Wolfensberger AG nicht besser sein. «Die Order füllt eine Delle in unseren Auftragsbüchern», sagt Schmidhauser. Tatsächlich war die Auftragslage noch vor einem Monat alles andere als rosig. Schmidhauser spricht von einer Reduktion von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Um Stellen zu schonen, führte man im Februar in einzelnen Bereichen Kurzarbeit ein. Seit April herrscht wieder Vollbeschäftigung, und der neue Auftrag hilft, die Sandgiesserei bis Anfang 2013 voll ausgelastet ist. Um den Auftrag bewältigen zu können werden Mitarbeiter aus dem zweiten Geschäftsbereich, dem Genauguss, in die Sandgiesserei transferiert. Der Sandguss wird dieses Jahr rund 30 statt 25 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen. Wie lange das so blieben wird, ist unklar. Denn: «Von einem einzelnen Auftrag zu sprechen, ist eigentlich falsch», sagt Schmidhauser. «Wir sind als Partner verpflichtet worden.» Der Geschäftsführer rechnet mit Volumen auf «sehr hohem Niveau» für die nächsten drei Jahre – mindestens.Wie Schmidhauser sagt, sei die eigene Giesserei des Auftraggebers auf Jahre hinaus ausgelastet. «Man hat uns explizit mitgeteilt, dass kein Lückenbüsser sind sondern eine langfristige Zusammenarbeit geplant ist.» Erste Lieferung Ende August Um die ungefähr 20 benötigten Stahlteile produzieren zu können, müssen beträchtliche Summen investiert werden. Besonders teuer ist die Entwicklung der Modelle, mit der sich das Unternehmen momentan auseinandersetzt. Ausserdem muss die Giesserei die intern transferierten Mitarbeiter umschulen. Schmidhauser hofft, möglichst bald mit der Produktion der Stahlteile beginnen zu können. Die Freigabe für die Erstmuster erwartet er bis Anfang August. Danach startet die Serienproduktion. Ende August werden die ersten Teile ausgeliefert. Seit dem ersten Kontakt werden dann lediglich drei Monate vergangen sein. Wie sich der Auftrag auf das Jahresergebnis der Wolfensberger AG im Detail auswirken wird, ist zurzeit noch schwer abschätzbar. Wie der Geschäftsführer sagt, werden die Umsätze trotzdem hinter dem Vorjahr zurückbleiben. «Der Auftrag wird den Ertragsrückgang nicht kompensieren können. Aber immerhin kann er die Situation etwas kaschieren.»

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