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Givaudan will 200 Arbeitsplätze nach Lind­au verlagern

In der ehemaligen Maggi-Fabrik in Kempt­thal sind mehrmals Stellen gestrichen worden. Nun plant die Givaudan SA einen Ausbau: Rund 200 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Dies geht zulasten Dübendorfs.

Vor zwei Jahren kündigte der Aroma- und Riechstoffhersteller Givaudan an, dass in Kempt­thal 120 der 290 Stellen abgebaut werden. Bis Ende 2013 sollen diese nach Ungarn verlagert werden. Dieser Abbau wird nun mehr als kompensiert: Das Unternehmen aus Vernier plant eine weitere Verlagerung von Jobs, eine innerzürcherische. Der Konzern will nämlich einen Teil seines Areals in Dübendorf an einen anderen grossen Schweizer Konzern verkaufen. Das bedeutet, dass für die über 200 Angestellten der Forschungsabteilung und der Verwaltung ein neuer Standort gesucht werden muss. Eine Auslagerung ins Ausland kommt hier, anders als in den meisten Fällen bei Jobs in der Produktion, nicht in Frage. Ein Standort im Kanton Zürich sei wichtig, sagt Givaudan-Kadermitglied Hugo Felix. Die Nähe zu den Hochschulen sei für die Forschung ein zentraler Vorteil. Eine konkrete Absicht Die beiden Abteilungen sollen deshalb in fünf bis sieben Jahren nach Kempt­thal zügeln. Wie viele es genau sein werden, ist noch offen. Hugo Felix sagt jedoch: «Es werden deutlich mehr sein, als der Standort im Zuge der Produktionsverlagerung nach Ungarn verloren hat.» Noch steht ein entsprechender Verwaltungsratsentscheid aus. Beim Umzug handle es sich erst um «eine Absicht», wie Felix sagt. Doch einen anderen Plan als den Ausbau in Kempt­thal gebe es nicht. Die Mitarbeiter seien bereits entsprechend informiert worden. In der Standortgemeinde Lind­au zeigt man sich über diese Entwicklung erfreut. «Die Gemeinde hat ein Interesse daran, dass das Areal gut genutzt wird», sagt Gemeindeschreiber Viktor Ledermann. Sollten tatsächlich wie beabsichtigt rund 200 hochwertige Arbeitsstellen der Verwaltung und Forschung nach Lind­au ziehen, wäre dies auch steuerlich relevant. In den vergangenen Jahren hatte die Gemeinde die gegenteilige Erfahrung gemacht. So gingen nach dem Wegzug der Nestlé AG, der früheren Besitzerin der Maggi-Fabrik, die Steuereinnahmen markant zurück. Der Steuerfuss musste deshalb in der Folge deutlich angehoben werden.

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