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«Glauben an unsere Chance»

winterthur. Der Handball-Erstligist SG Seen Tigers/Yellow fordert heute im Cup-Achtelfinal den NLB-Verein BSV Stans.

Urs Schärer, wie haben Sie sich auf den heutigen Cup-Schlager vorbereitet?

Urs Schärer: Die Vorbereitung war genau gleich wie bei einem Meisterschaftsspiel. Einzig habe ich zehn Minuten mehr über den Gegner gesprochen als sonst.

Sie und Rico Weber haben am Samstag mit Yellow in der NLB gespielt. Wo sehen Sie die Unterschiede zur 1. Liga, worauf müsst ihr euch heute besonders einstellen?

Die Physis ist sicherlich ein Unterschied. In der NLB wird vier- bis fünfmal trainiert. Wir trainieren zweimal. Meistens verfügen die NLB-Mannschaften auch über mehr gute Einzelspieler. Aber in dieser Beziehung müssen wir uns sicher nicht verstecken. Ich denke für ein Erstliga-Team haben wir sehr viel Qualität und auch ein breites und ausgeglichenes Kader. Entscheidend wird sein, dass wir Geduld haben. Gegen ein NLB-Team braucht es zwei bis drei Pässe mehr, bis man eine Chance herausgespielt hat. Und dann müssen wir diese natürlich auch verwerten.

Haben Sie den BSV Stans in dieser Saison schon gesehen, wo sind die Knackpunkte?

Ja, ich war mit Yellow dabei, als wir in der Eulachhalle gewonnen haben. Zudem habe ich mir ihre letzten Spiele auf Video angeschaut. Sie haben eine sehr starke Rückraumachse. Ihr rechter Aufbauer Gian-Luca Lima, der Neffe von Carlos Lima, ist sehr wurfstark. Auch forcieren sie den Gegenstoss. Aber wir glauben trotzdem an unsere Chance.

Speziell für Sie ist, dass Carlos Lima, der Trainer des BSV Stans, ein Freund und ehemaliger Nationalteamkollege ist. Sorgt das für zusätzliche Emotionen?

Nein, für mich ist das kein Problem. Er wird möglicherweise gar nicht ans Spiel kommen. Gemäss meinen Informationen betreut im Cup immer der Assistent Sandro Blättler die Mannschaft.

Im Fussball sind Cup-Überraschungen eher möglich als im Handball. Müssen Sie heute das beste Saisonspiel zeigen und Stans zugleich schwächeln, damit es reicht?

Wir wollen sicher versuchen, das Optimum herauszuholen. Unser Ziel ist, dass Stans wirklich besser sein muss, um zu gewinnen. Wir haben nichts zu verlieren und wollen den Heimvorteil nutzen. Wir hoffen deshalb, dass wir von unseren Anhängern lautstark unterstützt werden. Es soll ein Handballfest geben.

Bei einem Sieg fehlt noch eine Hürde zum Final-Four-Turnier. Da nochmals zu spielen, wäre das ein schöner Schlusspunkt Ihrer erfolgreichen Spielerkarriere?

Träumen darf man ja. Wer spricht denn da von einem Schlusspunkt?

Ihr Tipp für heute Abend?

Wir gewinnen!

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