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Gleich vier Serien beendet

Die ZSC Lions fielen mit dem 2:4 (1:0, 0:2, 1:2) gegen Fribourg-Gottéron in der Tabelle auf Rang 4 zurück.

Was mit einem Tor nach nur 14 Sekunden durch Reto Schäppi so gut für die ZSC Lions begann, endete gegen Fribourg-Gottéron mit der zweiten Saisonniederlage im Hallenstadion. Vor zwei Monaten beim Saisonstart hatten die Zürcher Gottéron an gleicher Stätte noch 2:0 geschlagen. Dabei hatten sie vor dem Match Thibaut Monnet mit einer schönen Flasche Wein verabschiedet. Gestern hatten sie keine Freude mehr am Stürmer, der nach fünf Jahren Zürich zu Fribourg gewechselt hatte: Monnet erzielte drei der vier Gottéron-Treffer. Er war damit Hauptgrund dafür, dass gleich mehrere Serien der Zürcher gestern Abend ihr Ende fanden. Zuerst einmal verloren sie erstmals nach drei Siegen in Folge wieder. Dazu kassierten sie erstmals nach drei Partien ohne Gegentor (6:0 gegen Bern, je 3:0 in Genf und Zug) wieder einen Treffer. Drittens musste sich Melvin Nyffeler, der 18-jährige Nachwuchsgoalie, zum ersten Mal in der NLA geschlagen geben. Nach exakt 149 Minuten und 22 Sekunden wurde er von einem ehemaligen Teamkollegen bezwungen: Martin Ness, der frühere GKC-Stürmer, glich in der 30. Minute aus. Die vierte Serie, die schliesslich riss, war die von Robert Nilsson. Weil er nach 37 Minuten nur den Pfosten statt zum 2:1 traf, blieb er nach vier erfolgreichen Spielen erstmals wieder ohne Skorerpunkt. Das alles bewirkte in der Summe und mit dem Resultat der zweiten Partie (Genf schlug Ambri nach Penaltys 4:3), dass in der Tabelle Davos und Ambri mit je 41 Punkten vor Fribourg (40) stehen. Dahinter folgen mit je 38 Zählern die ZSC Lions und die Kloten Flyers. Mit einem Sieg hätten die Zürcher auf Platz 2 vorstossen können. In Überzahl in Rücklage Doch sie waren, auch wegen der langen Absenzenliste, dafür zu wenig gut. Die Partie, in der die Zürcher nach dem ersten Drittel deutlicher als nur 1:0 hätten führen müssen, plätscherte ziemlich lange dahin. Fribourg war lange zu wenig energisch, um Nyffeler und die Defensive vor Probleme zu stellen. Selbst bei einem 5:3 brachte Gotteron nur gerade zwei Schüsslein aufs ZSC-Tor. Die Dramatik des Abends änderte sich ein bisschen, als Thibaut Monnet nach 39:57 ein Tor in Unterzahl zum 2:1 für Gottéron gelang. Das war eine von mehreren Szenen, die Lions-Coach Marc Crawford ärgerten. Sein Team gab die Scheibe in der Mittelzone sehr leichtsinnig ab, Benny Plüss profitierte und bediente Monnet. Und als die Lions wenigstens eine Verlängerung erkämpft zu haben schienen (Bastls 2:3 fiel 1:59 vor Ablauf der 60 Minuten), waren der Reihe nach Shannon, Bergeron und Blindenbacher nicht in der Lage, ihre Gegenspieler in Schach zu halten. Nur 32 Sekunden nach dem Ausgleich erzielte Monnet das 3:2 für Fribourg. Er lupfte eine frei liegende Scheibe ins Tor. Die grosse Vorarbeit dazu hatte Julien Sprunger geleistet, indem er eben zuerst Shannon und Bergeron «ausgetanzt» hatte. Den letzten Treffer setzte Monnet dann ins leere Tor. Er wusste nicht genau, «ob das mein siebter oder achter Hattrick war». Sicher war es sein erster für Fribourg, und ebenso sicher sahen einige Zürcher Spieler sehr müde aus. «Und es waren nicht unbedingt jene, die mit der Nationalmannschaft unterwegs waren», sagte Crawford. Dazu kam, dass die Zürcher «einige sehr grosse Fehler begingen. Wir dürfen dem Gegner doch nicht dermassen viele Tormöglichkeiten erlauben.» Gutes Betriebsergebnis Die Niederlage im Spiel war die schlechte Nachricht nach einer Generalversammlung der ZLE Betrieb AG, an der durchaus ansprechende Zahlen präsentiert wurden. Die Saison 2012/13 schloss im Prinzip mit einer Null ab (ein Minus von 588 Franken). Das ist ein deutlich besseres Resultat als im (Meister-)Jahr zuvor. Das Ergebnis von 2011/12 war um rund 1,5 Millionen Franken schlechter gewesen. Der Unterschied dazu ergab sich im Prinzip aus dem Personalaufwand, der im Meisterjahr rund 1,2 Millionen höher gewesen war (zusätzliche Ausländer, Prämien). Im vergangenen Winter konnten sich die Lions auch über einen ausserordentlichen Ertrag (406 000 Franken) freuen. Ein Teil davon kam aus dem Abgang Bob Hartleys nach Calgary. Die Flames hatten für die vorzeitige Auflösung von Hartleys Vertrag in etwa, so darf man annehmen, 200 000 Franken zu begleichen. Die Mannschaft ist noch mit 900 000 Franken (vorher 931 000) in der Bilanz geführt, der Spielerwert soll jedes Jahr weiter reduziert werden.

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