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Gleichstellungsbüro trotzt SVP-Angriff

Zürich. Der Zürcher Kantonsrat hat sich gestern zur Fachstelle für Gleichstellung von Mann und Frau bekannt – trotz der jüngsten Turbulenzen um den unfreiwilligen Rücktritt des ersten Männerbeauftragten Markus Theunert. Mit einer Zweidrittelmehrheit lehnte der Rat einen Vorschlag der SVP ab, das Gleichstellungsbüro abzuschaffen, da es überflüssig sei. Justizdirektor Martin Graf hatte zuvor zwar eingestanden, dass der Fachstelle mit der Einstellung Theunerts ein Fehler unterlaufen sei. Man solle das Kind aber nicht mit dem Bade ausschütten; die Fachstelle leiste wertvolle Arbeit, und diese gehe ihr trotz Fortschritten so schnell nicht aus. Theunert schien im Rat fast niemand nachzutrauern. Mehrfach war von einer «Fehlbesetzung» die Rede. Einzig Carmen Walker Späh (FDP, Zürich) brach als Präsidentin der Schweizer FDP-Frauen eine Lanze für ihn: Der Kanton habe eine starke Persönlichkeit verloren, was bedauerlich sei. Christoph Holenstein (CVP, Zürich) fand, es brauche künftig keine Frauen- und Männerbeauftragten mehr, die sich nur für ihr Geschlecht einsetzten. Eine Haltung, der Justizdirektor Graf später indirekt beipflichtete. (hub)

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