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Glückliche Schweizer, brillante Schweden

Krasnaja Poljana. Beim überlegenen Sieg der Schweden in der Staffel über 4×10 km erliefen die Schweizer Langläufer als Siebente ein olympisches Diplom.

Auch nach dem gestrigen Olympiatag gab es im Schweizer Langlauf-Lager ausschliesslich glückliche Gesichter zu sehen. Das Staffelrennen lieferte die Bestätigung, dass die Schweizer Equipe an der Materialfront derzeit alles im Griff hat. «Wir haben eine unglaubliche Ruhe und Lockerheit in unserem Serviceteam, das stimmt mich im Hinblick auf den Teamsprint und auf den Fünfziger sehr zuversichtlich», freute sich der Disziplinenchef Hippolyt Kempf.

Dass die Schweizer Staffel auch ohne den geschonten Doppelolympiasieger Dario Cologna einen Diplomplatz erreicht hat, darf als Erfolg gewertet werden. Die Taktik der Cheftrainerin Guri Hetland, Curdin Perl als Start- und Toni Livers als Schlussläufer einzusetzen, ging vollumfänglich auf. Perl hielt bis zu seiner Ablösung in der Spitzengruppe mit und stellte seine ansteigende Form abermals unter Beweis.

Jonas Baumann im zweiten Klassisch-Abschnitt und Remo Fischer auf den Skatingski mussten nach einer Tempoverschärfung an der Spitze schliesslich abreissen lassen. Livers zeigte als Schlussläufer eine beeindruckende Vorstellung. Dank der zweitbesten Laufzeit des Bündners machte die Schweiz auf Kosten von Tschechien und Deutschland noch zwei Positionen wett. Die Frage sei dennoch erlaubt, was möglich gewesen wäre, wenn Dario Cologna anstelle Remo Fischers gelaufen wäre.

Schweden schreibt Geschichte

Gold sicherten sich wie 2010 in Vancouver die Schweden. Das Quartett mit Lars Nelson, Daniel Richardsson, Johan Olsson und Marcus Hellner (Bild) verwies die russischen Lokalmatadoren mit rund einer halben Minute Vorsprung auf Platz 2. Als erster Nation seit Norwegen 1968 in Grenoble gelang es Schweden damit, Staffelgold sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zu gewinnen. Olsson (Silber 15 km), Richardsson (Bronze 15 km) und Hellner (Silber Skiathlon) durften sich bereits über die zweite Olympiamedaille in Russland freuen. Alle drei waren auch schon beim schwedischen Staffeltriumph vor vier Jahren zum Einsatz gekommen.

Auch die Russen durften sich freuen. Maxim Wylegschanin sicherte seinem Land die erste Olympiamedaille in der Männerstaffel überhaupt. Für Norwegens Langläufer setzte es im Laura Center hingegen eine der bittersten Niederlagen der Olympiageschichte ab. Angetreten, um erstmals seit 2002 wieder Olympiagold zu gewinnen, landeten sie als Vierte gar neben dem Podest. Das gleiche Schicksal hatte tags zuvor bereits die norwegische Frauenequipe ereilt.

Die von den Norwegern fest eingeplante Medaille sicherten sich völlig überraschend die Franzosen, deren Schlussläufer Ivan Perrillat Boiteux mehr als eine halbe Minute vor Petter Northug die Ziellinie überquerte. Frankreich feierte so die 100. Medaille an Olympischen Winterspielen. (si)

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