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Gnadenfrist für Bühnerei verlängert

Die Bühnerei darf ein weiteres Jahr in der Halle 179 bleiben und Theater und Zirkusakrobatik unterrichten. Die Perspektiven bleiben dennoch düster.

Innerlich habe sie vor Freude einen dreifachen Salto mit Schraube hingelegt, als sie die Nachricht erfuhr: Die Bühnerei darf bis Ende Februar 2016 in der Halle 179 am Lagerplatz 32 bleiben. «Einmal mehr können wir kurz verschnaufen», sagt Dunja Tonnemacher, die in der Bühnerei Theater- und Zirkusartistik unterrichtet. Vom Zwergenturnen über Stimmtraining und Schauspiel bis Akrobatik am Seil: Seit fast fünf Jahren bietet die Bühnerei ein breites Kursangebot für sämtliche Altersklassen.

Der Mietvertrag mit der Besitzerin Stiftung Abendrot war von Anfang an befristet. Die Halle 179 soll abgerissen werden. An ihrer Stelle war ursprünglich ein Parkhausturm geplant. Ein Projekt, das inzwischen wackelt (siehe oben). Die Lage dafür wäre gleichwohl perfekt. Seit zwei Jahren fast hangelt sich das siebenköpfige Bühnerei-Team deshalb von Stichtag zu Stichtag.

Zwischen Hoffen und Bangen

Im Februar 2013 kam der erste Kündigungstermin: März 2014. Im Sommer schon fand die Bühnerei mit einer Halle in Hegi Ersatz. Der Mietvertrag war bereits unterschrieben. Doch die Freude währte kurz. Der Vormieter hatte eine Mieterstreckung bis Ende 2016 erwirkt. Die Zeit tickte weiter, die weitere Suche blieb erfolglos, auch auf dem Lagerplatz selber. Akrobatik und Schauspiel erfordert viel Platz. Die Ansprüche der Bühnerei an die Masse, aber auch den Preis sind daher hoch: 250 Quadratmeter gross – davon 100 Quadratmeter säulenfrei – muss die Halle sein, zudem 8 bis 10 Meter hoch und mit dem Stadtbus gut erreichbar. Eine weitere Hürde ist der Preis. «Mehr als 30 000 Franken Miete pro Jahr können wir leider nicht bezahlen», sagt Tonnemacher. Üblich wäre fast das Doppelte.

Auf zwei weitere überraschende Fristerstreckungen, zuletzt bis Februar 2015, folgte nun die nächste und zugleich längste bis 2016. Die verzweifelte Suche geht dennoch weiter. «Ein Funken Hoffnung besteht nach wie vor, dass die Halle 179 am Schluss doch nicht abgerissen wird», sagt Tonnemacher. hit

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