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Golf-Restaurant muss zurückgebaut werden

Statt des bewilligten Cafés wurde auf dem Golfplatz in Uster ein vollwertiges Restaurant errichtet und betrieben. Das Bundesgericht hat nun den Rückbau angeordnet.

Auf dem Golfplatz Uster ist die ursprüngliche Garderobe in ein trendiges Restaurant mit erweiterten Parkmöglichkeiten umgewandelt worden, ohne dass alle Umbauten bewilligt worden waren. Das Bundesgericht hat nun entschieden, dass alles rückgebaut und das Restaurant in ein Café umgewandelt werden muss. Der Stadtrat Uster hatte auf Gesuch der Betreiberin des Golfplatzes 2002 den Abbruch des bestehenden Garderobengebäudes und den Neubau eines Klubhauses mit Café inklusive Terrasse und Parkplatz bewilligt. Kiesplatz und Terrasse Bei einem Augenschein stellte der Stadtrat nach erfolgten Arbeiten jedoch fest, dass die Realität von den bewilligten Bauplänen abweicht: Das Café mit kalten Speisen ist in Wahrheit ein Restaurant mit umfassendem Speiseangebot. Der Kiesplatz ist grösser als geplant, und die Terrasse ist zum teil verglast und enthält auf einer Seite eine Wand. Die Betreiberin reichte 2011 ein nachträgliches Baugesuch ein. Die Baudirektion des Kantons Zürich – zuständig, weil sich der Golfplatz in der Landwirtschaftszone befindet – erteilte jedoch nur für die Weiterführung des Restaurants eine Ausnahmebewilligung bis März 2017. Der Rekurs der Betreiberin gegen diesen Entscheid vor dem Baurekursgericht Zürich machte die Sache nicht besser. Das Gericht hob auch noch die Verfügung für die Nutzungsänderung des Cafés auf, was das Verwaltungsgericht bestätigte. Und nun auch noch das Bundesgericht. Klub warb für Restaurant Für das Bauen ausserhalb von Bauzonen bedarf es einer Ausnahmebewilligung. Grundsätzlich dürfen dort nur standortgebundene Gebäude erstellt werden. Beispielsweise ein Klubhaus mit einem Café, das der Verpflegung der Golfspielenden dient. Handelt es sich jedoch um ein Restaurant mit einem vollwertigen Angebot, wird zusätzliche Kundschaft angezogen, was mehr Verkehr und weitere Belastungen des Gebiets zur Folge hat. Der Klub warb auf seiner Website damit, dass die Lounge für Hochzeiten oder etwa Geschäftsanlässe geeignet sei. Alle unbewilligten Bauten müssen gemäss Bundesgericht zurückgebaut werden. Und zuletzt halten die Lausanner Richter in ihrem Urteil noch fest, dass die Grünmulde wieder dorthin muss, wo sie bewilligt worden war: in den Nahbereich der bestehenden Gebäude. Die von den Beschwerdeführern vorgebrachten Geruchsemissionen, die von der Mulde ausgehen sollen, seien nicht belegt. Der jetzige Standort an der Kantonsstrasse gefährde die Verkehrssicherheit.

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