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Goran Cvetkovic wieder bei Pfadi

Spielmacher Goran Cvetkovic, Topskorer des BSV Bern, kehrt auf nächste Saison zu Pfadi zurück. Nach Winterthur zieht es auch den abwehrstarken Stefan Freivogel von GC Amicitia.

Für Linkshänder Goran Cvetkovic habe vieles gesprochen, zählt Pfadi-Trainer Adrian Brüngger auf: «Erstens ist er ein Topspieler. Zweitens wird er der Chef auf dem Feld und der verlängerte Arm des Trainers. Und er hat Ehrgeiz.» Die Führungsrolle geht durch Heiko Grimms Abgang als künftiger Trainer des HC Kriens-Luzern verloren. Die zwei anderen Varianten für die Rückraummitte waren: den Vertrag mit dem 26-jährigen Deutschen Philipp Reuter verlängern oder Mike Kipili zurückholen. Kipili stieg letzte Saison aus, sprang dann aber wegen Pfadis Spielermangel für die ersten Wochen der Meisterschaft ein. Er wäre für ein Comeback bereit. Reuter, zweifellos ein sehr guter Handballer, wird den Klub nach zwei Saisons wieder verlassen. «Wir hatten die Qual der Wahl», sagt Brüngger zum Kandidatentrio. «Alles in allem ist Cvetkovic die beste Lösung.» Allerdings war – dessen ist sich auch Brüngger bewusst – der 30-jährige Serbe, der 2005 von Roter Stern Belgrad zu Pfadi stiess, in den letzten Jahren nie frei von Verletzungssorgen. Seine Zeit in Winterthur wurde von einem Kreuzbandriss geprägt. Im Sommer 2007 wechselte er zum BSV Bern, wo er zum Schlüsselspieler reifte. Nun interessierte er sich für einen Wechsel zurück nach Winterthur. Cvetkovic unterschrieb für drei Jahre, wird sich auch im Pfadi-Nachwuchs engagieren und Teilzeit arbeiten. «Seine Qualitäten sind erstklassig und vom Typ her passt er auch», betont Brüngger, der 2007 drei Monate lang sein Trainer war. Cvetkovic zieht weg vom BSV Bern, der im Februar interne Turbulenzen durchlebte. Der Monat begann mit dem angekündigten Transfer von Pfadis Marco Kurth noch gut. Dann aber wechselte Spielmacher Tom Hofstetter, nächste Saison in Kriens, wegen «gewissen Disharmonien» sofort zum NLB-Verein Biel und steigt Trainer Alex Milosevic per Ende Saison aus seinem Vertrag aus. Und jetzt verlieren die Berner im Sommer auch noch Kreisläufer Alen Milosevic, den es wohl nach Deutschland zieht, sowie Cvetkovic, ihren besten Torschützen, mit dem auch Kurth (wie einst bei Pfadi) gerne zusammengespielt hätte. Anfang Oktober war der BSV noch Leader – nach dem Heimsieg über Pfadi, in dem sich Cvetkovic, damals Top­sko­rer der Liga, und Misha Kaufmann verletzten. Seither gings nur noch bergab, obschon Cvetkovic ab Mitte Dezember wieder dabei ist. Aus den letzten elf Runden holten die Berner nur drei Punkte, in der Finalrunde verloren sie alle sechs Spiele. Der nächste Anlauf steht am 16. März an: Es kommt zum Heimspiel gegen Pfadi … Der sechste Zürcher Cvetkovic ist – zusammen mit Kevin Jud (20), der von Stäfa kommt – klar für Pfadis Aufbaumitte vorgesehen. Zumal die Linkshänder Kurth und Jonas Steiner gehen, gilt künftig Stefan Freivogel – obschon Rechtshänder – als Back-up von Julian Krieg im rechten Rückraum. Der 23-jährige Freivogel, zweifacher Nationalspieler, ist der sechste Handballer, der seit Sommer 2010 von GC Amicitia Zürich zu Pfadi stösst. Marcel Hess war der erste, es folgten Grimm und Michal Svajlen. Peter Szilagyi, der Torhüter Nummer 3, kam auf diese Saison. Freivogel und Rückraumschütze Luka Maros sind die Neuen. Der Schwamendinger unterschrieb einen Zweijahresvertrag, er ist polyvalent im Rückraum oder am Kreis einsetzbar. Freivogels grosse Qualitäten liegen in der Abwehrarbeit und Kampfstärke. «Einer wie Hess», beschreibt Brüngger. «Er gibt Vollgas.» «Gut gelaufen» Damit dürfte Pfadis nun doch recht grosse Umgestaltung abgeschlossen sein. Offen ist, was Mathias Kasapidis, der zuletzt gute Leistungen bot, und Gaudenz Huwiler machen. Im Prinzip ist ein dritter Kreisläufer neben dem Slowenen Dino Bajram und Hess, einem eigentlichen Linksaussen, nötig. «Aber er muss diese Rolle wirklich wollen und ins Budget passen», erklärt Brüngger. Mit Kurth sowie Reuter ziehen spielstarke Handballer weg, mit Grimm und Markus Krauthoff gehen viel Routine und Abwehrkraft verloren, Steiner war eine gute Variante für die Deckung. Künftig sollen Freivogel sowie Bajram die Verluste in der Defensive auffangen und Cvetkovic, Jud sowie Maros für offensiven Schwung sorgen. Die Zusammensetzung der neuen Mannschaft war immer auch eine Frage der Finanzen, denn ge­gen­über der laufenden Saison sind 100 000 Franken einzusparen. «So bin ich mehr als glücklich mit diesem Team», sagt Brüngger zu den Transfers. «Es ist gut für uns gelaufen.»

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