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Gross und fein im Casino

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Eigentlich folgt der Spaziergang über den Eschenberg am Sonntag dem Mittagessen, nicht umgekehrt. Umkehren lässt sich die Reihenfolge gleichwohl – und ergänzen mit einer Runde Minigolf. Spazieren und Sport machen Appetit. Mit reichlich davon versehen, nehmen wir Platz im Restaurant des Casinotheaters.

Rund ein Drittel der Plätze ist besetzt, Theatervorstellung ist erst am Abend. Wir sind nicht die einzige Familie, das entspannt, weil dann mal die eigenen und mal die anderen Kinder laut sein dürfen. Der Service ist sehr aufmerksam, bis fast am Schluss der ganze Raum irgendwie am Eindösen ist und intensiv am Mittagsschlaf herumstudiert.

Im Zuge der eben abgeschlossenen Umbauarbeiten im Casino­theater wurde das Restaurant «aufgefrischt». Tatsächlich wirkt es wie neu, in denselben Farben und Formen. Ersetzt wurden beispielsweise die Bezüge von Bänken und Stühlen. Die erste Garnitur des intensiv orange gefärbten Leders hat sich im Gebrauch nicht bewährt und wurde darum durch hochwertigeres Leder ersetzt. Auch die Lampen im Raum sind nigelnagelneu, aber aufs Tüpfelchen wie die alten.

Das Essen überzeugt auf fast ganzer Linie. Ein Abstrich ist nur bei der iberischen Suppe Gazpacho (13 Franken) zu machen, die wir lieber rassiger hätten. Der Sommersalat mit Holunder­dressing ist wirklich süss und schmeckt stark nach der Blüte vom Wiesenrand – gefroren hätte er zum Dessert serviert werden können. Aber: Die Geschmäcker sind verschieden.

Wie versprochen ein «Lieblingsgericht» sind die zwei kleinen Cordon bleus, gefüllt mit Serranoschinken und Mascarpone-Gorgonzola und mit Chorizo und Taleggio (39 Franken). Fein und geschmeidig ist das Swiss-Prim-Rindstatare (31 Franken). Bei den Kindern tauschen wir einige Bissen ein gegen Fleischbälle an Tomatensauce alias «Harry Potter» (16 Franken) und ein Schnitzer- Schnitzel alias «Die wilden Kerle» (18 Franken). Übrig bleibt auch von den Beilagen nichts.

Versprochen trocken und seidig begleitet der Bio-Spätburgunder (8.50 Franken pro Deziliter) aus dem deutschen Kaiserstuhl (bei Freiburg) das Fleisch. Viel Platz bleibt danach nicht. Einmal Zwetschgendünne (6.50 Franken) und einmal ein kleiner Käseteller mit Birnentarte und Birrensenf (10 Franken) gönnen wir uns trotzdem – der Spaziergang ist ja schon gemacht. Die Desserts sind der schöne Schluss eines lohnenswerten Sonntagsessens. (Landbote)

Erstellt: 05.11.2015, 15:28 Uhr

Das Lokal

Restaurant Casinotheater Stadthausstrasse 119, Tel. 052 260 58 88

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