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Grosserfolg für den Boxclub

Winterthur. Die Boxnacht im Saal des Hotels Römertor in Oberwinterthur war ein Erfolg. Vor allem für Butrint Rama, der einem EM-Kampf näher kam.

Im Hauptkampf des Abends über sechsmal drei Minuten traf Butrint Rama vom Boxclub Winterthur im Supermittelgewicht auf den starken Ungarn Achilles Szabo. Vom ersten Gongzeichen an übernahm Rama die Kampfesführung. Mit langen Geraden machte er Druck auf seinen Gegner. Gekonnt setzte er seine grössere Reichweite ein und trieb den Gegner quer durch den ganzen Ring. Die Schwierigkeit für Rama war, den dauernd fliehenden Ungarn mit knallharten Treffen zu zermürben. In der sechsten Runde war Szabo so weit angeschlagen, dass ein K.-o.-Sieg nur noch eine Frage der Zeit war. Der Gong am Ende der sechsten Runde bewahrte den Ungarn vor dem ersten K. o. in seiner Profikarriere. Rama wurde mit 3:0 Richterstimmen zum Punktsieger ausgerufen.

Dieser Sieg bedeutet für Rama einen Quantensprung nach vorn in der Weltrangliste von Rang 305 auf 192. Dem Ziel einer Europameisterschaft ist er damit ein Stück näher gerückt. Der nächste Kampf von Rama wird voraussichtlich am 22. Mai im Glatthof in Glattbrugg stattfinden und wird dann über acht Runden ausgetragen.

BCW-Kämpfer überlegen

Im zweiten Profikampf des Abends schlug Enes Zecirevic den Ungarn Balasz Horvath in der 2. Runde k. o. Im Schwergewicht mit einer Kampfdauer von dreimal zwei Minuten setzte sich der zwei Meter grosse Belahcen Karim vom BCW gegen Alexey Myachim aus Wallisellen durch. Mit seinen wuchtigen Schlägen trieb Karim seinen Kontrahenten durch den Ring. In der zweiten Runde nahm Myachims Gegenwehr spürbar ab. In der dritten Runde hatten die Sekundanten dann ein Einsehen mit ihrem Schützling und beendeten diesen nun ungleichen Kampf durch Handtuchwurf.

Der zweite Winterthurer, Ylber Tairi, seines Zeichens mehrfacher Juniorenmeister, traf auf den Slowaken Lukas Sevcik. Tairi, vorbereitet vom neuen Trainer Gabriel Viltre Diaz, boxte schnörkellos und gegen den ebenfalls sehr guten Gegner auch technisch brillant. Mit langen Geraden trieb er Sevcik vor sich her. Gut vorbereitet setzte er seine langen Arme ein und riss beim Gegner die Deckungslücken auf und setzte dann präzise seine linken und rechten Haken zum Körper und Kopf ins Ziel. Obwohl der Slowake bereits über 50 Kämpfe absolviert hatte, war er der Verlierer in allen Runden.

Niederlage für Kaewsuksai

Als dritter Winterthurer Boxer stand Saitarn Kaewsuksai gegen Ener Oener von den Boxing-Kings Bern im Ring. Dieser Leichtgewichtskampf war eine hochbrisante Begegnung. In der dritten Runde kassierte Kaewsuksai einen schweren Treffer mitten ins Gesicht, bedingt durch einen Deckungsfehler. Der Schlag war dermassen stark, dass der Kampf unterbrochen und der Winterthurer in die Ecke geschickt wurde, wo die blutende Nase behandelt werden musste. Er wurde angezählt und Oener hatte damit den Punktsieg auf sicher.

Ein Höhepunkt war auch der Kampf des 17-jährigen Ardian Krasniqi aus Rottweil, der als Verstärkung für Winterthur gegen den Slowaken Aynur Naydemov antrat. Krasniqi zeigte, aus wessen Meisterschmiede er kommt, nämlich der seines Vaters und Trainers Agim. Ardian Krasniqi trieb seinen Gegner mit stilistisch perfekten Geraden durch den Ring und erhielt mit einem 3:0-Sieg nach Punkten die Bestätigung für seine Leistung. (rm)

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