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Grosses Werben um künftige Lehrlinge

Den meisten Schülern bot der Lehrstellenmarkt gestern in der Reithalle eine erste Orientierung. Der grosse Konkurrenzkampf fand unter den Unternehmen statt.

Pflege oder Handwerk? Büro oder Bau? Die 13-jährige Andrina steht vor einer Weichenstellung im Leben. «Aber bei vielen Berufen weiss ich noch gar nicht, worum es genau geht», sagt sie. Gute Noten, noch nicht festgelegt und in Elternbegleitung: Um Schüler wie Andrina warben die 41 Aussteller von AZW bis Zwiwo gestern am Lehrlingsmarkt in der Reithalle. Sie massen sich mit attraktiven Ständen, viel Werbematerial und sympathischen Lehrlingen, die ihre Berufe erklärten. Im Verlauf des Nachmittags kamen über tausend Jugendliche. Für kleinere und mittelgrosse Firmen wie die Wyler AG aus Seen ist diese Messe eine wichtige Werbeplattform. «Wer Polymechaniker werden will, denkt an Rieter und AZW, aber nicht an uns», sagt Produktionsleiter Marcel Knecht. Vor der letzten Stellenbesetzung habe er deshalb gerade mal zwei geeignete Bewerbungen erhalten. Verschlimmert sich die Si­tua­tion, ist für Knecht klar: lieber eine unbesetzte als eine schlecht besetzte Lehrstelle. «Unsere Lernenden übernehmen viel Verantwortung im Kundenkontakt. Das kann nicht jeder.» Schultheis-Möckli hat als bekannter Arbeitgeber mit total 45 Lehrstellen keine Nachwuchsprobleme. «Doch auch ich höre oft von kleineren Firmen, dass die Si­tua­tion schwieriger geworden ist», sagt Geschäftsführer Manfred Widmer. Etwas Abhilfe schaffe seit einigen Jahren die Lehre zum Montage-Elektriker: Ähnlich wie die Ausbildung zum Elektroinstallateur, aber mit tieferen Anforderungen, spricht sie eine andere Zielgruppe an. Der Schreinerverband ging zuletzt vergleichbar vor, als er die Attestlehre zum Schreiner einführte. Ganz anders sieht es hingegen bei den KV-Lehrstellen aus: Beim Axa-Stand sind gestern in einer Stunde zehn Bewerbungen eingegangen. Für ihre zwölf KV-Stellen erhält die Versicherung jährlich bis zu 200 Dossiers.

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