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Grossrazzia wegen Insiderhandels in der Schweiz und Deutschland

Wegen Insiderhandels haben die Behörden am Dienstag rund 50 Wohnungen und Büros in der Schweiz und Deutschland durchsucht. Den 23 Beschuldigten wird vorgeworfen, vor Unternehmensübernahmen mit Insiderwissen Börsengeschäfte in der Höhe von mehreren Millionen Euro getätigt zu haben.

In der Schweiz seien je zwei Objekte in Zürich, Bern und im Kanton Schwyz durchsucht worden, teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg mit. Der Schwerpunkt der Razzia lag allerdings in Hessen, wo 19 Objekte durchsucht wurden. In Baden-Württemberg waren es vier Wohnungen.

Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Ermittler zahlreiche Schriftstücke, Speichermedien, Computer und Mobiltelefone, die jetzt ausgewertet werden sollen. An der Aktion waren rund 150 Polizisten, 20 Beamte der Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin) und acht Staatsanwälte beteiligt.

Die Beschuldigten im Alter zwischen 32 und 64 kennen sich teilweise aus früherer beruflicher Tätigkeit, durch gemeinsame Hobbies oder Vereinszugehörigkeit. Woher die Beschuldigten ihre Informationen künftiger Übernahmen hatten, ist noch ungeklärt.

Auslöser der Aktion war eine Strafanzeige der BaFin. Bereits 2008 hatte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft gegen einen Teil der jetzt Beschuldigten ermittelt, das Verfahren wurde damals jedoch aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Nun hätten Fachleute der BaFin aber neue Anhaltspunkte gehabt, hiess es. Bei einer Verurteilung wegen Verstosses gegen das Wertpapierhandelsgesetz droht den Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

(sda)

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