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Grüntour-Sparen erschwert

Der Gemeinderat will die Grün- und die Kartonsammlung einschränken, um zu sparen. Jetzt zeigt sich: So einfach ist das nicht.

Anders als Polizisten, Lehrerinnen oder das Personal der Einwohnerkontrolle werden Kübelmänner nicht mit Steuergeldern bezahlt – egal ob sie Kehrichtsäcke, Gartenabfall oder Zeitungen einsammeln. Für die gesamte Entsorgung gibt es eine eigene Kasse, die sogenannte Abfallkasse. Sie wird einerseits gespeist mit den Einnahmen durch die Kehrichtsäcke, andererseits durch eine Grundgebühr. Diese beträgt seit den 1990er-Jahren unverändert 80 Franken pro Haushalt und Jahr und deckt die Kosten für die Recycling-Sammelstellen sowie für Grün-, Papier- und Kartontouren. Das muss so sein, der Bund verlangt kostendeckende Gebühren. Die Reserven dieser Abfallkasse sind denn auch nicht besonders hoch, keine zehn Millionen Franken, und sie schwanken. In einem Beitrag von Radio SRF hat Winterthurs Entsorgungschef, Jürg Stünzi, nun dar­auf hingewiesen, dass die Sparaktion des Gemeinderats gar nichts bringe für die gebeutelte Stadtkasse – eben weil seine Abteilung über die separate Abfallkasse abrechnet. Zudem stünden, so Stünzi, Verordnungen und Reglemente einem raschen Wechsel bei der Grün- und Kartontour im Weg. «Zuerst muss der Gemeinderat die Verordnung ändern und der Stadtrat allenfalls Reglemente.» Er habe, sagt Stünzi, bereits Anfragen von Bürgern bekommen, ob die Entsorgungswagen nun nicht mehr so häufig fahren und ob das Grüngut nicht mehr bereitgestellt werden könne. Und wenn diese Dienstleistung nicht mehr erbracht werde, ob nicht eine Gebührensenkung angebracht wäre. «Im Grunde muss ich diesen Leuten recht geben», sagt er.

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