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Gstoche Bock

Die verbindliche Regel zeigt den Weg

Anfrage von A. W., Räterschen

Problem

Mein Partner C ist bei unserem Schieberjass wieder einmal vorgeprescht. Ich schiebe, C entscheidet auf Schilten als Trumpf und spielt sofort den Bauer aus. Ich glaube, dass Sie diesen Fall kürzlich schon einmal behandelt haben.

Mein Vorschlag: Die Karten gehen zur Verteilung an die schuldige Partei weiter. Die Regelung, das Spiel zur erneuten Verteilung weiterzugeben, ist sicher eine vertretbare Lösung, aber meines Erachtens eine allzu harte. Eine andere und immer noch korrekte Art der Erledigung eines solchen Falles könnte Folgendes sein:

a) Der Bauer verliert seinen Stechwert,

b) die schuldige Partei darf das Spiel nicht mit Trumpf eröffnen,

c) sie darf nicht stechen, solange die Gegner nicht einen Stich eingebracht haben,

d) sollten sie diese Möglichkeit nicht haben, dann gehört der letzte Stich ihnen. Was meinen Sie dazu?

Antwort

Ihr Schieberquartett merkt sich die seit langem bekannten Regeln für diesen und einen ähnlichen Fall. Prescht der trumpfwählende Jasser nach einem Schieben mit einer Trumpfkarte vor, verliert diese Karte den Stechwert und die trumpfmachende Partei darf erst trumpfen, wenn die Gegner einen Stich für sich buchen konnten. Vorhand darf also nicht mit einem Trumpf den ersten Stich eröffnen.

Ein Vorteil ohne Zweifel für die Gegenpartei. Damit wird das Vorpreschen bestraft. Ihre Meinung gilt dann, wenn das Spiel verteilt ist und Vorhand jedoch noch keinen Entscheid – Selbstwahl oder schieben – gefällt hat und der Partner C eine Variante wählt oder «schieben» ausruft. Das bedeutet Kartenverraten, durch das der Erstausspielende einen wichtigen Tipp für sein Vorgehen geben kann.

Und so etwas muss energisch bestraft werden. In diesem Fall durch eine Neuverteilung. Und zwar muss Vorhand A verteilen. Das heisst, die trumpfmachende Partei A/C, von der C vorgeprescht ist, verliert das Trumpfmachen. Auch diese Strafe ist verständlich.

27. Jassmeisterschaft des Zürcher Kantonsrates

Der Organisator Samuel Ramseyer, Niederglatt, und der technische Leiter Albert Hagenbucher vom Jass-Service Humlikon konnten am Montag, 3. November 2014, um 15.00 Uhr im Zunfthaus zur Schneidern, 8001 Zürich, 33 Jasserinnen und Jasser begrüssen. In gemütlicher Stimmung wurde während dreier Stunden der Differenzler und der klassische Einzelschieber gespielt.

Auszug aus den Ranglisten:

Schieber mit zugelosten Partnern,

4 Passen à 8 Spiele

1. Hodel Daniel, Zürich 2842 Punkte

2. Frey Beatrix, Meilen 2831

3. Von Planta Cyrill, Zürich 2789

4. Quinter Theo, Geroldswil 2771

5. Sulser Jürg, Otelfingen 2717

6. Läubli Hans, Affoltern a. A. 2681

7. Göldi Hanspeter, Meilen 2619

8. Frei Hanspeter, Embrach 2550

9. Steiner Rolf, Dietikon 2513

10. Baumann Otto, Bäretswil 2513

Differenzler, 4 Passen à 4 Spiele

1. Appenzeller John 67

2. Schwarzenbach Beni, Zürich 110

3. Suter Noldi, Kilchberg 157

4. Preisig Peter, Hinwil 163

5. Amrein Hanspeter 194

Ferner aus der Region: Keller Roland, Winterthur; Hux Robert, Elsau; Neukom Martin, Winterthur; Langhard Walter, Winterthur; und Müller Walter, Pfungen.

Im letzten Rang mit 2300 Punkten konnte Hans Urs aus Turbenthal die begehrte Jassbibel in Empfang nehmen.

Haben Sie ein Jassproblem? Schreiben Sie an die Jassecke! Albert Hagenbucher 8457 Humlikon jass-service@bluewin.ch oder Tel. 052 317 11 73

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