Zum Hauptinhalt springen

Gut spielen reicht nicht

Für die ehemaligen Weltmeister Uruguay und England geht es heute in São Paulo bereits um alles oder nichts. Wer dieses Duell verliert, muss wohl die Heimreise planen.

Man kann gut spielen und trotzdem verlieren. Dies galt für die Engländer beim 1:2 in Manaus gegen Italien. Doch Daniel Sturridge, Schütze des englischen Treffers und zusammen mit seinen offensiven Kollegen Raheem Sterling und Danny Welbeck Prunkstück im Team, brachte es auf den Punkt: «Am Ende des Tages zählt immer nur das Resultat, nicht die Leistung.» Mit der Rolle des «unlucky losers», des unglücklichen Verlierers, könne man nie zufrieden sein.

Coach Roy Hodgson sprach nach dem Match gegen Italien von der besten Leistung, seit er das Team vor rund zwei Jahren übernommen hat. Dennoch kassierte England erstmals seit 1986 in seinem ersten Vorrundenspiel wieder eine Niederlage. Und sollten die Briten erneut unterliegen, käme dies einem historischen Ereignis gleich. Vor 56 Jahren waren sie letztmals in der Vorrunde einer WM gescheitert.

Rooneys Warten

Hodgson sieht kaum Gründe, seine Mannschaft umzukrempeln. Erwartet wird lediglich, dass Wayne Rooney von der linken Aussenbahn ins Zentrum rückt und so direkt hinter Sturmspitze Sturridge wirken wird. Der von diversen englischen Medien angefeindete Rooney wartet zwar weiterhin auf sein erstes WM-Tor, doch er bleibt für Hodgson ein unverzichtbarer Wert. Gegen Italien bereitete er das Tor von Sturridge mit einer feinen Flanke vor.

Uruguay hofft auf Suarez

Uruguays Hoffnungen trägt vorab ein einziger Name: Luis Suarez. Der Torschützenkönig der englischen Premier League, der gegen Costa Rica noch verletzt abseits stand, ist nach eigener Aussage für einen Einsatz bereit. Vier Wochen nach seiner Knie-Operation erklärte der Stürmer Liverpools: «Ich bin wieder bei 100 Prozent, sonst wäre ich nicht hier.» Suarez soll mit Edinson Cavani das bewährte Sturm-Duo bilden, womit Routinier Diego Forlan wieder auf der Ersatzbank Platz nähme.

Die Qualitäten eines gesunden Suarez kennen vor allem seine Liverpooler Klubkollegen. «Ich würde ihn lieber nicht auf dem Feld sehen», gab Sterling erstaunlich offen zu. Und Steven Gerrard rühmte den Uruguayer als den besten Fussballer, mit dem er im Verein je zusammengespielt habe. Die beiden sind gute Freunde. Der Kontakt via SMS liegt aber derzeit auf Eis. «Im Moment ist dafür keine Zeit», sagt Suarez.

Fehlen wird bei Uruguay mit Sicherheit Aussenverteidiger Maxi Pereira von Benfica Lissabon, der gegen Costa Rica nach einem brutalen Foul in der Nachspielzeit als erster Spieler dieser WM mit einer roten Karte vom Platz gestellt worden war.

Im direkten Vergleich gewannen die Südamerikaner von bisher zehn Partien vier, die Briten drei. An einer WM traf man sich zuletzt vor 48 Jahren. Die damalige Vorrunden-Partie endete 0:0. Und auch das bisher letzte Länderspiel liegt schon mehr als acht Jahre zurück. England gewann damals in Liverpool 2:1. si

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch