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Härtefallfonds für das Putzpersonal

Wegen des Umzugs in den Superblock streicht die Stadt die Jobs von 33 Reinigungsangestellten. Für die meisten von ihnen bestehen Anschlusslösungen. Der Stadtrat sah sich zur Massnahme «gezwungen».

Der Stadtrat will Reinigungsarbeiten in mehreren Fällen künftig an Private auslagern. Im Hallenbad Geiselweid ist das bereits teilweise der Fall, im Sommer folgt das Schulhaus Zinzikon und als grösster Brocken ab 1. Juni der Superblock. Vom Umzug in das neue Verwaltungsgebäude sind 33?Mitarbeiter betroffen, wie das Finanzdepartement auf Anfrage bekannt gibt. Ihre Jobs wurden bei der Stadt gestrichen. Sechs von ihnen werden von der beauftragten privaten Reinigungsfirma angestellt, für 18 wurde eine interne oder externe Lösung gefunden. «Zum heutigen Zeitpunkt sind nur noch neun Mitarbeitende mit total 150 Stellenprozenten ohne Anschlusslösung», sagt Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP). Sie zeigt sich überzeugt, dass «für einen Grossteil» bis Mitte 2015 ebenfalls noch eine Anschlusslösung gefunden werden kann. Dennoch erar­bei­te­te das Finanzdepartement bereits im letzten Sommer einen Sozialplan. Für Angestellte mit tiefen Pensen wurde ein Härtefallfonds in Höhe von 13 520 Franken eingerichtet. Dies entspricht 4000 Franken pro abgebaute 100-Prozent-Stelle. Zwei Putzfirmen, ein Flur Den Zuschlag für die Reinigung des Superblocks erhielt die Firma Honegger AG in Töss (siehe Kasten). Jenen Mitarbeitern, die nun zu Honegger wechseln, sind für die nächsten zwei Jahre dieselben Anstellungsbedingungen wie bei der Stadt garantiert. Sie werden bei ihrer Arbeit auch Angestellten der Konkurrenz begegnen: Den von der Axa genutzten Gebäudeteil putzt die Winterthurer Firma ISS Facility Services AG. Trotz der Sparmassnahme: Von einem grundlegenden Bekenntnis zur Auslagerung des Reinigungspersonals will man beim Stadtrat nach wie vor nichts wissen. Laut Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) sind derzeit 893 Personen bei der Stadt für die Reinigung von Verwaltungsgebäuden, Altersheimen oder Schulen angestellt, zur Zukunft kann er keine Aussagen machen. Fakt ist, dass die Löhne bei Privaten teils deutlich tiefer sind als bei der Stadt. Ein «Landbote»-Vergleich vom letzten Juni zeigte Unterschiede von bis zu 20 Prozent. Hier brauche es eine ge­nauere ­Betrachtung, sagt Michael Künzle. Man dürfe nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. «Wir wissen, dass wir bei der Stadtverwaltung tendenziell in tieferen Bereichen relativ gute Löhne bezahlen, während dies bei den Kaderlöhnen ge­nau umgekehrt ist.» Die ak­tuelle Finanzsi­tua­tion habe den Stadtrat jetzt aber gezwungen, bei der Reinigung des Superblocks einmal eine externe Vergabe zu prüfen und umzusetzen. «Mit der Übernahme von Mitarbeitern haben wir aber klare Bedingungen gestellt.»

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