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Hallenproblem trübt Europacup

Bekannt ist Pfadis nächster Europacup-Gegner: Topolcany aus der Slowakei. Noch gesucht wird eine Halle fürs «Heimspiel».

An sich verlief gestern in Wien die Auslosung der 3. Runde des EHF-Cups erfreulich für Pfadi. Die Winterthurer haben – angesichts des durchaus prominenten Teilnehmerfeldes – einen der leichteren Gegner erwischt. Der HK Topolcany, aktuell Zweiter der slowakischen Meisterschaft aus einer Stadt mit 27 000 Einwohnern, tritt erstmals seit 1998 im Europacup an. In den ersten beiden Runden des EHF-Cups setzte man sich gegen Targos Bevo Panningen und Volendam, zwei Teams aus Holland, durch. Fünf Spieler gehören zum weiteren Kreis des slowakischen Nationalteams. «Sportlich können wir sehr zufrieden sein», meint Pfadis Assistenztrainer Petr Hrachovec. «Topolcany ist unser Niveau, eine machbare Aufgabe. Aber wir müssen sie mit viel Respekt und Engagement wie gegen Nis angehen.» Als Spielertrainer des HC Zubri (Tschechien) trat er 2003/04 in der gemeinsamen Meisterschaft beider Länder gegen drei momentane Spieler Topolcanys an: Pavol Polakovic, Martin Valent und Torhüter Michal Melus ... Der Sieger bestreitet ab Februar 2015 die nächste Phase des EHF-Cups mit je vier Teams in vier Gruppen. «Wir wollen in die Gruppenphase», betont Trainer Adrian Brüngger. «Das würde die alten Champions-League-Zeiten aufleben lassen und auch dem Team sehr viel bringen.» Finanziell, so denkt er, sollte die Angelegenheit verkraftbar sein, zumal die Chance besteht, auf attraktive Teams aus Deutschland, Frankreich oder Spanien zu treffen. Andererseits werde es, räumt Teammanager Bruno Schenk ein, «auch weniger zugkräftige Gegner geben». Das würde sich auf die Heimspieleinnahmen auswirken. «So geht es nicht» Doch zunächst einmal muss Pfadi die Hürde Topolcany nehmen. Fürs Rückspiel am 29. November sind altbekannte Probleme vorhanden: In der Eulachhalle findet die Winti-Mäss statt. Auf der Suche nach einer Alternative erfuhr Pfadi, dass auch die Hallen in Kloten und Uster besetzt sind. «Frauenfeld, Volketswil», nennt Brüngger Alternativen und ergänzt sarkastisch: «Oder vielleicht stellen wir für dieses Spiel einfach schnell eine Ballonhalle auf ...» Das alles sei «einfach unmöglich, so geht es nicht. Die zwei besten Heimspiele der ersten Saisonhälfte, gegen die Kadetten und jetzt der Europacup, können wir nicht in Winterthur austragen», ärgert sich Brüngger. Das Szenario kommender «Heimspiele» sieht wie folgt aus: Am 29. November «irgendwo» in der weiteren Umgebung im EHF-Cup gegen Topolcany, am 3. Dezember zurück in die Eulachhalle zum NLA-Match gegen St. Otmar und auf den 7. Dezember ab nach Kloten zum Spiel gegen die Kadetten. «Das alles kostet uns Geld, Zuschauer und Nerven», betont Brüngger. Er hofft, dass das Hallenprojekt im Deutweg zustande kommt. «Das ist extrem wichtig für uns. Wir müssen es einfach schaffen.»

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