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Harrer in Tibet

Tibet-Sammlung Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich hat die Sammlung des österreichischen Bergsteigers und Tibet-Reisenden Heinrich Harrer weiter mit Büchern und Fotos ergänzen können. Auch eine Ausstellung ist geplant.

Heinrich Harrer gehörte 1938 zu den Erstbesteigern der Eigernordwand. Während einer Himalaja-Expedition brach der Zweite Weltkrieg aus. Harrer wurde in Indien verhaftet und in einem britischen Gefangenenlager interniert. Nach seiner Flucht nach Tibet verbrachte er mehrere Jahre in Lhasa. Seine Zeit am Hofe des jungen Dalai Lama hat er in dem Buch «Sieben Jahre in Tibet» verarbeitet, das auch verfilmt wurde.

Das Völkerkundemuseum der Universität Zürich besitzt einen Grossteil der bedeutenden Tibet-Objektsammlung und -Dokumentation Harrers sowie die dazugehörige schriftliche und visuelle Dokumentation. Der Österreicher hatte sie 1972 dem Museum verkauft. Gleichzeitig schenkte er dem Völkerkundemuseum Konvolute von Ethnografika aus West-Neuguinea, Brasilien, Surinam/Französisch-Guayana sowie zum Thema Abwehrzauber.

Nach dem Tod von Harrers Witwe im vergangenen Jahr ist das Museum nun in den Besitz weiterer Teile des dokumentarischen Nachlasses gelangt. Dabei handelt es sich um Bücher, Bildmaterial und Schriftgut. Damit habe man die Harrer-Sammlungen um wichtige Bestandteile ergänzt und bestehende Lücken weitgehend schliessen können.

Die Harrer-Sammlungen werden nun in einem mehrjährigen wissenschaftlichen Projekt in Kooperation mit weiteren Museen fortlaufend erschlossen und erforscht. Die Ergebnisse sollen zu gegebener Zeit, wie es heisst, in Ausstellungen und Publikationen präsentiert werden. sda

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