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Harsche Kritik am Entscheid des Bundesrates zum Flughafen

Der Flugplatz Dübendorf soll künftig für die Geschäftsfliegerei genutzt werden. Das hat der Bundesrat gestern entschieden. Erste Reaktionen sind vernichtend.

Der Entscheid war mit Spannung erwartet worden: Auf dem Flugplatz Dübendorf sollen künftig Geschäftsflieger abheben. Das haben Bundesrat Ueli Maurer (SVP) und Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) gestern an einer Medienkonferenz bekannt gegeben. Die Landesregierung hat sich für die Flugplatz Dübendorf AG als Betreiberin des zivilen Flug­geschäfts entschieden. Sie plant einen Betrieb mit 28 000 Flugbewegungen pro Jahr. Das Rückgrat wird die Geschäftsfliegerei mit gut 10 000 Flugbewegungen bilden. Die ersten Reaktion auf die fliegerischen Pläne des Bundesrats fielen gestern geharnischt aus. Der Dübendorfer Stadtpräsident Lothar Ziörjen (BDP) sprach vom «schlechtestmöglichen Entscheid», den der Bundesrat gefällt habe. Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) hat Vorbehalte, weil die Bevölkerung durch den Flughafen Kloten bereits belastet sei. Die Zürcher Regierung werde von ihren Möglichkeiten Gebrauch machen, die Zivilaviatik in Dübendorf zu minimieren. Entsetzt nahmen die Grünliberalen des Kantons Zürich den Entscheid zur Kenntnis. Die Grünen sehen «die Grundsätze des Lärmschutzes aufs Gröbste verletzt». Sie künden Widerstand auf politischer und juristischer Ebene an. Der Verein Flugschneise Süd Nein zeigte sich empört. Rückendeckung gab es einzig von Aerosuisse, dem Dachverband der Schweizer Luft- und Raumfahrt. Bürgerliche Politiker, die sich im Vorfeld für den Weiterbetrieb der Fliegerei in Dübendorf starkmachten, meldeten sich gestern nicht zu Wort. Allgemeinen Applaus erntete der Bundesrat hingegen mit seinem Ja zum Innovationspark auf dem Areal des Flugplatzes ­Dübendorf.

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