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«Hauptsache, wir schlagen die HSG»

Studenten von acht Schweizer Hochschulen treten heute Abend in Zürich in einem Wissensquiz gegeneinander an. Mit von der Partie ist auch eine Delegation der ZHAW, die gewinnen will.

In der Quizwelt kennt sich Simon Städeli (Bild) aus. Der Journalismusstudent der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) spielt nicht nur «Quizduell» auf dem Handy, er entwirft auch Fragen für die SRF-Spielshow «Die Millionenfalle». Und er war selbst schon in einer Quizshow mit von der Partie; in der Sendung «Traders» auf SF 1, die beim Publikum floppte, gewann Städeli über 3000 Franken. Allerdings, so sagt er, sei das bereits eine Weile her. Heute Abend will er zusammen mit fünf Studienkollegen erneut gross abräumen. Im Zürcher Club Plaza tritt er bei einem Wissensquiz gegen sieben andere Hochschuldelegationen aus der Schweiz an. Gefragt ist Weltwissen und Geschwindigkeit beim Buzzern. Für Städeli ist es schon die zweite Teilnahme, im letzten Jahr schied er mit seinem Team in der Finalrunde aus. Unglücklich, wie er sagt. Sieger wurde die Hochschule St. Gallen (HSG). Zum dritten Mal in Folge. Dar­um ist für Städeli klar: «Für alle muss es das Ziel sein, endlich die HSG zu schlagen.» Fischen im Hochschulteich Ausgedacht hat sich das Quizduell nach amerikanischem Vorbild die Unternehmensberatung KPMG, die damit den Kontakt zu den Studierenden sucht. «Wir stellen jährlich um die 160 Absolventinnen und Absolventen ein», sagt Maike Heller, Leiterin HR-Marketing. Das Quiz sei ein innovativer Ansatz, um den Kontakt zur Zielgruppe herzustellen und den Firmennamen in den jungen, talentierten Köpfen zu verankern. Ein Instrument, um tatsächlich die Klügsten der Klugen im Hochschulteich herauszufischen, ist das Quiz nicht. Es gehe um den Spass und darum, Leute anzusprechen, welche «die Challenge lieben, in so einer Competition anzutreten». Ohne Schummeln gehts nicht Die Qualifikation fand im Februar und März im Internet statt, mit einem Onlinequiz auf der Jugend- und Studentenplattform toasted.ch. Zur Endrunde eingeladen wurden jene Hochschulen, deren drei beste Mitspieler in den Vorrunden am meisten Punkte gesammelt hatten. Aber verleitet so ein Turniermodus nicht, zu tricksen und alle Antworten nachzuschlagen? «Das kann man nicht verhindern. Da das Onlinequiz auf Zeit geht, sind Hilfsmittel aber nicht zwingend nützlich», sagt Natalie Holland, Projektleiterin bei toasted.ch. Im Live-Finale seien die Studententeams dann so oder so auf sich allein gestellt. Simon Städeli macht keinen Hehl dar­aus, dass er die Qualifikation mit kräftiger Hilfe von Google bestritten hat. «Ohne Internet hat keiner eine Chance. Die Fragen sind schwer und das Umfeld ist extrem kompetitiv.» Klar leide dar­un­ter die Aussagekraft der Vorrunde. «Aber die Vorrunden anders zu organisieren, wäre wohl nicht finanzierbar.» Apropos Geld: Städeli ist aufgefallen, dass die KPMG den Preis, einen Reisegutschein, verglichen mit dem letzten Jahr von 8000 auf 6000 Franken gekürzt hat. «Das ist schon etwas komisch, wo die doch dadurch so viel gute PR haben.» Ausserdem führt SRF-Moderator Sven Epiney durch den Abend. «Der bekommt wahrscheinlich mehr, als wir gewinnen können.» Der Motivation tut all das keinen Abbruch. Städeli und seine Mitstreiter, die auch alle Journalismus und Organisationskommunikation studieren, haben sich in den letzten Wochen und Tagen gut vorbereitet. Vor allem lasen sie aufmerksam die «Neue Zürcher Zeitung». Denn «NZZ Campus» liefert die Quizfragen. Und Städeli weiss nur zu gut: Wenn man den Fragesteller kennt, kennt man auch eher die Antworten.

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