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HC Chiasso: Rückzug aus der 1. Liga

Chiasso. Das Fanionteam des EHC Winterthur hat am vergangenen Samstag die vorerst letzte Reise nach Chiasso gemacht. Denn die Tessiner, die seit ihrem Aufstieg in die 1. Liga vor drei Jahren jedes Mal die Playoff-Halbfinals erreicht haben, ziehen ihre Mannschaft aus der höchsten Amateurklasse zurück. Das berichteten Tessiner Medien in den vergangenen Tagen.

Das ist letztlich die Konsequenz daraus, dass sich an der Grenze zu Italien fast niemand für Erstliga-Eishockey interessiert. Ein Beispiel: Die Playoff-Heimspiele gegen den EHCW zogen 84 respektive 129 Zuschauer an, ein erheblicher Teil des Publikums war aus Winterthur angereist. Damit kann man in der 1. Liga keine Mannschaft finanzieren, ganz besonders nicht, wenn man sich eine relativ teure leistet und aufgrund der exponierten geografischen Lage so oft und so weit reisen muss wie kein anderes Team.

Chiassos Präsident Nicola Medici bestritt ge­gen­über Tessiner Medien Gerüchte, wonach der Klub bankrott sei. «Aber es wird mit hundertprozentiger Sicherheit nächste Saison kein Erstligateam mehr geben.» Für Chiasso gebe es zwei Möglichkeiten: Den freiwilligen Abstieg oder die Weitergabe der Lizenz an Ambrì-Piotta, das Partnerteam in der Serie. Im zweiten Fall wäre ein Erstliga-Team in Biasca eine Variante, die im Tessin zumindest diskutiert wird. Aber man muss sich schon fragen, ob sich Ambrì-Piotta leisten kann, was sich der ungleich finanzkräftigere HC Lugano seit einem Jahr (mit Ceresio)nicht mehr leisten will. Die wahrscheinlichere Variante ist: Chiasso steigt mit Uzwil in die 2. Liga ab und es gibt zwei Aufsteiger. (uk)

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