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Hefti greift nach einer Medaille

Krasnaja Poljana. Beat Hefti liegt nach dem ersten Wettkampftag im Zweierbob auf Platz 2. Vor der Entscheidung heute Abend hat der Appenzeller 32 Hundertstel Rückstand auf den führenden Russen Alexander Subkow. Seine Reserve auf den Bronzeplatz des Amerikaners Steven Holcomb beträgt 0,04 Sekunden und auf den 4. Rang des Kanadiers Justin Kripps 0,12 Sekunden. Hefti hat sich eine gute Basis geschaffen, um erstmals als Pilot eine Olympiamedaille zu gewinnen.

Die Ausgangslage hätte aber noch besser sein können. Hefti musste sich über einen groben Fahrfehler im ersten Lauf ärgern. Das Heck des Schlittens brach aus. Immerhin hatte der Patzer keine allzu gravierenden Folgen, weil das Ziel nah war. Als Vierter blieb er in Kontakt mit der Spitze. Im zweiten Durchgang gelang ihm an den Lenkseilen eine Steigerung. Am Start hatte Hefti keine Probleme. Die Wahl von Alex Baumann, der Thomas Lamparter vorgezogen wurde, hat sich bewährt. In der Anlaufspur war nur das lettische Duo mit Pilot Oskars Melbardis schneller.

Gold noch nicht abgeschrieben

Im Hinblick aufs heutige Finale gibt sich Hefti optimistisch. Wenn er an die zweite Fahrt anknüpfen könne, sei vieles möglich. Sogar den Olympiasieg mag er noch nicht abschreiben, obwohl seine Hypothek auf Subkow stattlich ist. «Wenn Subkow nicht zweimal ohne Fehler durchkommt, kann es noch einmal eng werden für ihn», meint Hefti.

Die Chance ist allerdings gross, dass Subkow zum Schweizer Spielverderber wird. Der russische Fahnenträger der Eröffnungsfeier offenbarte noch keine Schwächen auf der Bahn, die er wohl zehnmal häufiger befahren durfte als seine Gegenspieler aus dem Ausland. Der 39-Jährige aus Sibirien steht vor dem wichtigsten Erfolg der Karriere. Sicher ist schon jetzt, dass die Deutschen, die zuletzt dreimal die Olympiasieger stellten, entthront werden. (si)

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