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Heimkehrende Raver fordern die SBB

Rund 950 000 Partygäste strömten ans Zürcher Seebecken und feierten eine fröhliche Street-Parade. Viele machten sich aber schon früh wieder auf den Heimweg.

Die Befürchtungen der Veranstalter haben sich nicht bewahrheitet: Obwohl die diesjährige Street-Parade am ersten statt am zweiten Augustwochenende stattfand, nahmen wiederum rund 950 000 Raverinnen und Raver daran teil. Die Megaparty war wegen der anstehenden Leichtathletik-EM verschoben worden. Die Organisatoren hatten wegen schlechter Wetterprognosen und der Verschiebung rund 200 000 Gäste weniger erwartet. Ihr Sprecher Stefan Epli zog eine positive Bilanz: «Wir sind sehr zufrieden.» Allerdings hatten etliche Partygänger relativ früh wieder genug. Die erste Rückreisewelle habe bereits um 21 Uhr eingesetzt, sagte SBB-Sprecher Christian Ginsig. Davon sei man etwas überrascht worden. Da um diese Zeit noch keine Extrazüge eingeplant waren, seien die normalen Fernzüge bis über den letzten Sitzplatz hinaus besetzt gewesen. Auch die über 100 Extra- und Nachtzüge waren gut ausgelastet. Die rund 30 Love-Mobiles hatten sich um 14 Uhr im Seefeld in Bewegung gesetzt. Schutz & Rettung Zürich war mit einem Grossaufgebot von 430 Personen vor Ort. An den sieben Sanitätsposten entlang des Umzugs und in der Patientensammelstelle wurden 677 Leute behandelt – rund ein Drittel weniger als letztes Jahr. Schnitte an Füssen Am häufigsten mussten die Sanitäter Schnittverletzungen an Füssen behandeln, nämlich bei 284 Patienten. Rund 220 Leute wurden stockbetrunken gebracht, 74 waren wahrscheinlich mit Drogen vollgedröhnt. Einige Personen mussten mit schwereren Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. Weil es so wenige Patienten hatte, konnten mehrere Sanitätsposten deutlich vor Mitternacht schliessen. Viel zu tun hatten Stadt- und Kantonspolizei, wie sie gestern in ihren Communiqués schrieben. Die Stadtpolizei wurde zu diversen Schlägereien sowie heftigen Auseinandersetzungen gerufen. Sie nahm total 32 Personen fest, 15 wies sie in die zentrale Ausnüchterungsstelle ein. Wie üblich war auch der Hauptbahnhof ein Hotspot. Gemäss Kapo waren die Hauptprobleme Alkohol und Drogen. Neben verbotenen Substanzen beschlagnahmte sie auch zwei Leuchtfackeln und einen Laserpointer. Seite 13

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