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Hirscher und Maze als Gejagte

Sölden. Der Österreicher Marcel Hirscher und die Slowenin Tina Maze wollen ihre grossen Kristallkugeln erfolgreich verteidigen und auch bei Olympia brillieren.

Marcel Hirscher peilt den «Hattrick» an. Im nächsten März könnte er zum dritten Mal in Folge den Gesamtweltcup gewonnen haben. Um dabei nicht nur auf Slalom und Riesenslalom angewiesen zu sein, dürfte er auch das eine oder andere Speed-Rennen bestreiten. So plant er Super-G-Einsätze in Beaver Creek, Kitzbühel und auf der Lenzerheide. Am gefährlichsten könnten ihm der Norweger Aksel Lund Svindal und der Amerikaner Ted Ligety werden. Dieses Trio teilte sich in der letzten Saison denn auch alle Kristallkugeln, die es zu gewinnen gab.

Dabei stahl Ligety Hirscher mehrmals die Show. Er dominierte den Riesenslalom phasenweise nach Belieben. Vor einem Jahr nahm er dem drittplatzierten Salzburger in Sölden über drei Sekunden ab. Und an der WM in Schladming durfte sich Ligety gleich drei Goldmedaillen umhängen lassen.

Was Ligety und auch Svindal Marcel Hirscher voraushaben, ist eine olympische Goldmedaille. Aber in Sotschi wird der Österreicher wohl alles daran setzen, auch diese Lücke in seinem Palmarès noch zu schliessen.

Olympiagold fehlt auch Tina Maze in ihrer Sammlung. Zwei Silbermedaillen hat sie immerhin schon. Im Gesamtweltcup hatte sie am Ende der letzten Saison mehr als doppelt so viele Punkte wie ihre erste Verfolgerin Maria Höfl-Riesch. Die Slowenin stand sage und schreibe 24-mal auf einem Weltcuppodest. Dabei trug sie elf Siege davon. An der WM holte sie Gold im Super-G und zweimal Silber. Beinahe hätte sie auch alle kleinen Kristallkugeln gewonnen. Nur im Abfahrts- und im Slalomweltcup musste sie sich den Amerikanerinnen Lindsey Vonn und Mikaela Shiffrin knapp geschlagen geben.

Bode Millers Rückkehr

Vonn könnte im Gesamtweltcup zu Mazes härtesten Rivalinnen zählen, es bleibt aber abzuwarten, wie stark sie nach ihrer schweren Knieverletzung zurückkehrt. Die Rehabilitation verlief zwar planmässig, auf das Rennen in Sölden verzichtet sie aber dennoch.

Dafür wird ein anderes Aushängeschild des amerikanischen Ski-Teams auf dem Rettenbachgletscher dabei sein. Bode Miller meldet sich im Alter von 36 Jahren zurück, nachdem er die letzte Saison wegen Knieproblemen ausgelassen hatte. «Meine grosse Stärke ist die Erfahrung», gibt er sich selbstbewusst. Er glaubt, dass er von seinem Trainingspartner Ted Ligety wesentlich profitieren kann. Miller will bereits am Sonntag in Sölden um den Sieg mitfahren. Er traut sich auch zu, in Sotschi und im Gesamtweltcup eine gute Rolle spielen zu können.

Die Ski-Nation Nummer 1 dürfte auch in diesem Winter Österreich bleiben, das seit 1990 unangefochten der stärkste Verband im Weltcup ist. (si/red)

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