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Höchst konzentriert

Die ZSC Lions liessen die Kloten Flyers erst einen Treffer erzielen. Sie können sich schon heute den ersten Meisterpuck erarbeiten.

Der Finalgegner Kloten Flyers scheint perfekt zu sein für die ZSC Lions, die vorher in den Playoffs Höhen und Tiefen gezeigt hatten. Gegen den Rivalen verliert man den Blick aufs Wesentliche weniger schnell als gegen andere Teams. Da ist noch immer ein bisschen mehr drin. Und deshalb sind die ZSC Lions in den ersten zwei Partien höchst kon­zen­triert geblieben, sie begingen kaum Fehler und liessen erst ein Gegentor zu. Dass sie dennoch jeweils bis zur letzten Sekunde hart arbeiten mussten, um die zwei Siege ins Trockene zu bringen, zeigt auf: Nur schon ein kleines Nachlassen könnte das andere Team in Vorteil versetzen. Vielleicht spielt im kon­zen­trier­ten Auftritt der Zürcher auch eine Rolle, dass der Mann, der am ehesten anfällig ist für eine Leichtsinnigkeit, bisher nicht auf dem Eis war. Verteidiger Marc-André Bergeron war zwar gestern beim Training der ZSC Lions anwesend, aber nicht in Ausrüstung. Er dürfte auch heute im dritten Spiel, wenn sich die Lions den ersten Meisterpuck erarbeiten können, im Hallenstadion fehlen. Trachslers Rückkehr Jan Tabacek wird ihn weiterhin ersetzen. Er ist der perfekte Mannschaftsspieler. Bei den Lions hat der Sieg in der Kolping-Arena weniger Spuren hinterlassen als beim Gegner. «Es ist niemand verletzt, der nicht schon vorher verletzt war», erklärte Trainer Marc Crawford die Si­tua­tion. Einer kehrt aber trotzdem zurück: Morris Trachsler hat seine drei Spielsperren, die er für einen Check gegen den Kopf im zweitletzten Genf-Spiel erhalten hat, abgesessen. Der Internationale war einer von nur acht Stammspielern, die sich gestern auf dem Eis bewegten. «Es ist einfacher, zurückzukommen, wenn es dem Team läuft», sagte der Center zu seiner speziellen Si­tua­tion. Brunners Besuch Bei den Kloten Flyers war ein freiwilliges Eistraining angesagt. Vom ersten Block zog sich nur gerade Peter Mueller die Ausrüstung an, die andern waren joggen – oder beim Arzt. Patrick von Gunten und Matthias Bieber zogen sich am Dienstag Verletzungen zu. Ob sie heute antreten können, war gestern noch offen. Bei Bieber, der nach 16 Minuten gefällt worden war, sah es besser aus als bei von Gunten. «Bis jetzt sind immer wieder andere in die Lücke gesprungen, wenn Spieler fehlten», sagt Micki Dupont. Der Verteidiger leitete das erste Klotener Tor der Finalserie so ein, wie die Flyers gedenken, zum Erfolg zu kommen: Er feuerte von der blauen Linie einen harten Schuss ab, den Lukas Flüeler nicht behändigen konnte. Tommi Santala übernahm den Abpraller. «Wir müssen noch viel mehr schiessen, unsere Stürmer noch mehr vor das Tor von Lukas Flüeler fahren.» Sie hätten das bis jetzt schon gut gemacht, aber die Pucks seien noch nicht auf ihre Seite gefallen. «Wenn du ständig dorthin gehst, wird der Puck einmal auf deinen Stock fallen», weiss Dupont, der am Dienstag seinen 34. Geburtstag feierte. Seit November trägt er wieder die Schalen über den Schlittschuhen, die er in den Playoffs 2011 zum ersten Mal eingesetzt hatte. «Ich bin im November von einem Schuss so hart getroffen worden, dass ich mich entschieden habe, die Schoner wieder zu montieren.» Die Flyers können nicht noch weitere Ausfälle verkraften, und vorbeugen ist besser als heilen. Die Klotener bekamen gestern in der Halle überraschenden Besuch: Damien Brunner schaute bei seinen ehemaligen Kollegen auf den einen oder andern Schwatz vorbei. Der Stürmer hatte am Sonntag mit den New Jersey Devils seinen letzten NHL-Match ausgetragen.

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