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Hoffen auf «eine kleine Überraschung»

Am Sonntag spielen die Nationalliga-B-Volleyballerinnen aus Aadorf gegen Köniz aus der NLA um den Einzug in die Cup-Viertelfinals.

Aadorfs Trainer Anto Josipovic, Teamcaptain Stefanie Wäckerlin und Klubpräsident Harry Roost – drei Exponenten sagen, was sie vom Vergleich mit dem NLA-Zweiten erwarten. Die Partie beginnt am Sonntag um 13.30 Uhr in der Turnhalle Guntershausen. Wie es sich anfühlt, krass überlegen zu sein, das hat Anto Josipovic bereits gewusst. Vor vielen Jahren gaben er und seine Volleyballkollegen von Croatia Zurzach in einer 1.-Liga-Saison bloss fünf Sätze ab und stiegen in die Nationalliga B auf. Inzwischen ist Josipovic Trainer im Nationalliga-B-Frauenteam des Volleyballclubs Aadorf. Seine Spielerinnen haben alle zwölf bisherigen Partien der Meisterschaft gewonnen und dabei nur drei Sätze verloren. Aadorf führt die Rangliste der Ostgruppe mit neun Punkten Vorsprung an. «Die grosse Herausforderung ist, dass man das Niveau hält oder sogar noch besser wird», erzählt der 45-Jährige: «Meine Hauptaufgabe ist dar­um das Motivieren.» Am Sonntag im Cup-Achtelfinal muss er das kaum tun. Denn es tritt der sechsfache Schweizer Meister Köniz gegen Aadorf an. Es ist der Vergleich zweier Teams aus Vereinen, die sich ganz anders positionieren und mit sehr verschiedenen Mitteln arbeiten. Ungleiche Verhältnisse In Köniz wird der sportliche Erfolg mit so grossem finanziellem Aufwand wie nie zuvor angestrebt. Neun Ausländerinnen stehen im Kader der Bernerinnen, das Budget für die erste Equipe wurde um 200 000 auf 900 000 Franken erhöht. «Wir verfügen über ein Budget leicht unter 150 000 Franken, aber das für den gesamten Volleyballclub», erklärt Aadorfs Präsident Harry Roost. Trotzdem hofft er «auf eine kleine Überraschung». Am Ende sollte sich ein Spitzenteam aus der NLA gegen ein Team aus der NLB immer durchsetzen, ist er überzeugt. «Aber wir haben wie noch nie die Chance, Köniz nervös zu machen.» Die Könizerinnen trainieren 35 Stunden in der Woche. Sie sind Profi-Volleyballerinnen. «Wir trainieren dreimal zwei Stunden», sagt Trainer Anto Josipovic. Ist Köniz also fünfmal besser? «Zum Glück nicht», schmunzelt Josipovic. «Ich glaube nicht einmal, dass jede Könizer Spielerin besser ist als unsere beste Volleyballerin. Köniz ist sicher eingespielter, hat die routinierteren Spielerinnen und auch mehr solche mit internationaler Erfahrung.» Doch am Montag hat Aadorf ein Trainingsspiel gegen das NLA-Team Wattwil 3:2 gewonnen. «Die bisherigen Siege haben den Spielerinnen schon bewusst gemacht, was sie können und wie viel sie können», sagt Josipovic. «Es wäre schön, einen Satz zu gewinnen, oder auch zwei», sagt Diagonalspielerin Stefanie Wäckerlin. «Wir können mutig spielen und haben keinen Druck.» Wieder das Aushängeschild Die 26-Jährige ist Teamcaptain und Technische Leiterin im Vorstand. «Es ist schön, dass die erste Mannschaft wieder ein Aushängeschild ist», sagt sie. «Die letzten zwei Jahre lief es ja harzig.» Aadorf spielte im Frühling gegen den Abstieg in die 1. Liga. Am letzten Samstag nun wurde sogar das zweitplatzierte Lugano 3:0 besiegt. Trotzdem sagt Stefanie Wäckerlin: «Wir haben noch Po­ten­zial, besser zu spielen.» Und: «Wir haben Respekt vor Köniz. Angst haben wir aber keine. Wir freuen uns alle auf das Spiel.»

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