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Hohe Hürde vor den Viertelfinals

Im EHF-Cup empfängt Pfadi heute den slowenischen Topklub Gorenje Velenje, den starken Rivalen im Kampf um die Viertelfinals.

Er wolle kein unhöflicher Gast sein, sagte Jens Häusler vor zehn Tagen in der Eulachhalle. Aber er schätze Velenje für stärker und unberechenbarer als Pfadi ein, meinte der Trainer des HSV Hamburg nach dem 26:22-Sieg seiner Leute in Winterthur. Vier Tage vorher hatte der HSV die Slowenen zu Hause 33:28 bezwungen.

Die Hürde, die Pfadi für die Viertelfinals des EHF-Cups zu nehmen hat, ist eine hohe. Allerdings keine unüberwindbare. «Eine sehr gute Mannschaft, auf dem Niveau von Hamburg», sagt Pfadis verletzter Kreisläufer Dino Bajram über seinen früheren Klub. Die Stammsechs, ergänzt Trainer Adrian Brüngger, sei ­«definitiv nicht schlechter als ­jene des HSV». Der Unterschied zum Bundesligisten: «Velenje ist nicht ganz so breit besetzt.»

In Slowenien geben Velenje und Celje seit Jahren den Ton an. Pfadis Gast wurde zuletzt 2013 Meister. In der aktuellen Liga hat er erst eine Niederlage erlitten: im November das 31:32 – in Celje. Zwei Punkte beträgt deshalb an der Spitze der Rückstand des drei­fachen zum 18-fachen Landesmeister. Im EHF-Cups gabs nach der Niederlage in Hamburg den 34:21-Heimsieg über Haslum.

«Wir müssen Respekt haben», sagt Brüngger über die Slowenen. «Doch wir gehen nicht ohne das Gefühl ins Spiel, sie schlagen zu können.» Besonders aufgefallen ist ihm Spielmacher Stas Skube. Dazu auch «die kräftigen Kreisläufer», Linkshänder Michal Szyba, Rechtsaussen Mario Sostaric oder Goalie Klemen Ferlin. Im Team stehen auch Zwillinge aus Bosnien: Benjamin und Senjamin Buric, der eine Torhüter, der ­andere Kreisläufer.

«Eine K.-o.-Runde»

Nach wie vor wird der RK Velenje finanziell vom ortsansässigen ­Gorenje, einem der grössten Hersteller von Haushaltgeräten in Europa, getragen. Die internationalen Ambitionen sind hoch: Velenje will ans Final-Four-Turnier Mitte Mai in Berlin. Kurz vor der Saison liess der europäische Verband den Klub nicht für die Champions League zu. Die Halle habe nicht den Ansprüchen genügt. Montpellier erhielt den Vorzug. «Das war unfair», findet Bajram. «Deshalb ist man jetzt um so motivierter für den EHF-Cup.»

Die zwei Direktbegegnungen – heute ab 19.30 Uhr in der Eulachhalle und am nächsten Sonntag in Velenje – dürften über den 2.?Gruppenrang (hinter dem HSV Hamburg) und den Vorstoss in die Viertelfinals entscheiden. Bei Punktgleichheit zählen die Direktbegegnungen und allenfalls das entsprechende Torverhältnis. «Das ist eine K.-o.-Runde», betont Brüngger. «Diesmal sind nicht nur die Punkte wichtig, sondern auch die Tore.»

Bajram und Milan Corovic (Adduktoren) werden Pfadi weiterhin fehlen. Die Patellasehne von Luka Maros würde heute erstmals wieder einen Einsatz zulassen. Wichtig auch: Captain Marcel Hess hat seine zwei Europacupsperren abgesessen. In der Skorerliste des EHF-Cups liegt Hess trotz der Zwangspause auf dem 3. Platz (mit 36 Toren), Leader ist Pfadis Linkshänder Julian Krieg (38).

Die Winterthurer haben seit dem 7. Dezember von neun Pflichtspielen nur eines verloren, jenes gegen den HSV. Die Qualitäten, um Velenje zurückzubinden, sind vorhanden. Doch klar ist auch: «Wir müssen besser spielen als am Mittwoch, auch in der Verteidigung», sagt Brüngger. Die Leistung genügte knapp, um Wacker Thun im Spitzenspiel zu bezwingen.

In der 3-2-1-Abwehr sieht Bajram «eine gute Chance für eine Überraschung» Pfadis. «In Slowenien ist man sich das 3-2-1 nicht gewohnt», erklärt er. «Aber am Ende werden die Torhüter entscheiden. Beide Mannschaften ­haben je zwei gute...» Urs Stanger

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