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Hollande stärkt Banlieue-Schulen

Vier Wochen nach den «Charlie Hebdo»-Anschlägen kündigt der französische Präsident Hollande Massnahmen für Jugendliche vor allem in den Vorstädten an.

François Hollande erklärte gestern an seiner Halbjahres-Pressekonferenz, die republikanische Schule müsse seit den Terroranschlägen von Anfang Januar «erste Priorität» haben. Er stellte neue Mittel in Aussicht, um gegen den schulischen Misserfolg und den Ausstieg zu kämpfen. Ausserdem wird der Unterricht der französischen Sprache verstärkt, und die Lehrer erhalten eine erweiterte Ausbildung. Auf weiter gehende Forderungen der Rechtsopposition, etwa die Wiedereinführung einer Schuluniform oder das Aufstehen zum Gruss des Lehrers, ging Hollande nicht ein. Auch sein eigenes Wahlversprechen, den Ausländern auf kommunaler Ebene das Stimmrecht zu erteilen, will er «mangels Konsens» nicht weiterverfolgen.

Segregation überwinden

Der Staatschef räumte ferner ein, dass die Städtebaupolitik der letzten dreissig Jahre versagt habe. Viel sei zwar für die Renovation der Banlieue getan worden – «doch in diesen Vierteln leben immer noch die gleichen Bevölkerungsgruppen». Zur Bekämpfung dieser «Segregation» will der Präsident das Gesetz zur sozialen Durchmischung aller Städte verschärfen: Bürgermeister, die in ihrer Gemeinde weniger als zwanzig Prozent Sozialwohnungen bauen lassen, müssten mit höheren Bussen rechnen. Ferner will Hollande den Zivildienst auf Jugendliche ausdehnen. Ab Juni sollen Franzosen unter 25 Jahren die Möglichkeit erhalten, freiwillig einen der 150000 Posten im öffentlichen Dienst oder Gesundheitsbereich anzutreten. Ein Obligatorium lehnt er ab.

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