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Holzhaufen werden zu Todesfallen

Der 1. August wird in der ganzen Schweiz mit grossen Feuern gefeiert. Was die Bürger freut, kann für Wildtiere tödlich enden.

Ein grosses Feuer gehört zum Nationalfeiertag, wie die Wurst zum Brot. Traditionsgemäss werden deshalb im Vorfeld der Bundesfeiern grosse Holzhaufen aufgestapelt, um sie am nächsten Tag niederzubrennen. Das birgt Gefahren für Wildtiere. «Sobald ein Holzhaufen über Nacht steht, wird er von Tieren bevölkert», sagt Bernhard Bader vom Verein Pro Igel. Gemäss Bader suchen kleine Wildtiere wie Blindschleichen, Kröten, Insekten und Igel Unterschlupf in den Holzhaufen und verbrennen, wenn diese angezündet werden. «Da die Tiere nicht flüchten können, sterben sie im Feuer», so Bader. Damit dies nicht geschieht, müssen die Holzstapel mit einem Zaun aus Plastikplanen abgedichtet werden, unter dem die Tiere nicht durchschlüpfen können. Gemäss Bader ist die sicherste Lösung auch gleichzeitig die einfachste: «Das Beste ist das Holz erst am 1. August aufzustapeln.» Stadt berücksichtigt Tierschutz Die Bundesfeierkommission der Stadt kennt die Risiken der 1.-August-Feuer und nimmt auf die Tiere Rücksicht. «Es werden bereits seit Jahren Schutzzäune um die Holzhaufen gebaut», sagt Hans Peter Oberhänsli, Präsident der Bundesfeier­kommission. Einige Feuer werden vom städtischen Forstbetrieb vorbereitet. An der Feier für die Quartiere Stadel und Grundhof übernimmt der Quartierverein selbst den Aufbau. Der Verantwortliche Ueli Laager ist sich der Gefahren für Wildtiere bewusst: «Entweder bauen wir den Holzstapel am Feiertag selbst auf oder wir bringen einen Schutzzaun an.» Gemäss Laager werde der Holzstapel so oder so tierschutzgerecht aufgebaut. Eine löbliche Herangehensweise, wie Bernhard Bader weiss: «Im Zürcher Oberland wurde der Tierschutz in der Vergangenheit nicht überall sehr ernst genommen.» In der Stadt jedenfalls kann die Bevölkerung die Feuer mit gutem Gewissen geniessen. Unter anderem auf der Zeughauswiese, auf dem Taggenberg, unterhalb der Schlosshalde Mörsburg und auf dem Schlosshügel Hegi.

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