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Homeoffice nur vereinzelt

Gemäss dem Stadtrat arbeiten nur wenige Angestellte von zu Hause aus. Andere Formen flexiblen Arbeitens seien viel wichtiger.

«Homeoffice ist eine ideale Ergänzung zur Arbeit am Arbeitsplatz», schreiben die Gemeinderäte Rahel Comfort (GLP), Anita Hofer (Grüne), Markus Wenger (FDP) und Betty Konyo (SP) in einer Interpellation. Sie regen an, die Stadtverwaltung könnte mit ein bis zwei Homeoffice-Tagen pro Woche die Effizienz steigern und die Arbeitsbedingungen verbessern. Zudem liessen sich Kosten sparen.

Der Stadtrat teilt die Begeis­terung in seiner Antwort nur bedingt. Homeoffice sei umstritten und berge neben den genannten Vorteilen auch Nachteile, etwa Datenschutzprobleme, eingeschränkte Kontrolle oder Kosten für technische Einrichtungen. Aufseiten der Mitarbeitenden kämen beispielsweise die Doppelbelastung durch Familie und ­Beruf hinzu sowie die soziale Isolation. In der Stadtverwaltung sei zudem Homeoffice für drei Viertel des Personals gar nicht möglich: «Viele Aufgaben lassen sich nicht als Homeoffice-Arbeit ausführen. Dazu zählen pflegerische und betreuende Aufgaben, hoheitliche und sicherheitsrelevante Aufgaben oder bevölkerungsbezogene Dienstleistungen.» Entsprechend sei Home­office in der Stadtverwaltung nicht verbreitet. «Es wird nur in Einzelfällen praktiziert.» Die Entscheidung werde jeweils unbürokratisch gefällt und liege beim Vorgesetzten. Bisher habe man aber kaum Bedarf nach Home­office-Möglichkeiten festgestellt. Weiter weist der Stadtrat dar­auf hin, dass andere Formen flexiblen Arbeitens viel wichtiger seien: flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle und Möglichkeiten für unbezahlten Urlaub.

Auf die Frage, wo in der Stadtverwaltung Homeoffice gefördert werden könnte, schreibt der Stadtrat, er werde die Si­tua­tion bezüglich Arbeitsbedingungen nach dem Umzug in den Superblock aufmerksam beobachten. «Sollten mehr Angestellte als zuvor das Bedürfnis nach einem Anteil von Homeoffice äussern, wird der Stadtrat eine entsprechende Regelung erlassen.» Es sei aber zu berücksichtigen, dass bei Home­office Infrastrukturkosten für den externen Arbeitsplatz anfallen. mif

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