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Hortnerinnen: Stadt zieht Urteil weiter

Der Zürcher Stadtrat zieht das jüngste Hortnerinnen-Urteil des Verwaltungsgerichts ans Bundesgericht weiter.

Die Stadt Zürich will die Ferien für ihre Hortnerinnen auf vier bis sechs Wochen reduzieren und ­damit dem übrigen Stadtpersonal angleichen. Die Hortnerinnen waren bisher privilegiert und bezogen fünf bis acht Wochen. Mithilfe der Gewerkschaft VPOD wehrten sie sich erfolgreich vor Verwaltungsgericht gegen diese Pläne. Dieses gab ihnen am 14. Januar teilweise recht. Die Ferienkürzung sei zwar nicht zu be­anstanden, doch müsse diese mit Lohn kompensiert werden. Auf jeden Fall habe die Stadt dafür zu sorgen, dass mit der Kürzung ­keine frauenspezifische Diskriminierung einhergehe.

Rechtslage klären

Der Stadtrat hat nun beschlossen, das Urteil vor Bundesgericht anzufechten, wie Regina Kesselring, Sprecherin des städtischen Schulamts, gestern auf Anfrage sagte: «Wir wollen die Rechtslage klären.» Der Stadtrat wolle unter anderem prüfen lassen, ob tatsächlich das Diskriminierungsverbot verletzt werde. Die Verwaltungsrichter waren sich in dieser Frage nicht einig.

Bis die Rechtslage geklärt ist, beziehen die Hortnerinnen dieses Jahr weiterhin fünf bis acht Wochen Ferien. Die Stadt begründete dieses Privileg bisher mit der speziell belastenden Arbeitssi­tua­­tion der Hortnerinnen. Pausen während der Essenszeiten sind zum Beispiel nicht erlaubt. tsc

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