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Hunderte nigerianische Soldaten fliehen vor Boko Haram nach Kamerun

Nach heftigen Kämpfen mit der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram sind rund 500 nigerianische Soldaten ins benachbarte Kamerun geflohen. Die Männer seien vorübergehend in Schulgebäuden der Stadt Maroua untergebracht worden.

Das teilte ein Sprecher der kamerunischen Streitkräfte am Montag mit. Zu den Gefechten sei es in der nigerianischen Grenzstadt Gamboru Ngala gekommen, die nun unter Kontrolle der Boko-Haram-Kämpfer sein soll. Kameruns Armee habe seine Stellungen in dem Grenzgebiet verstärkt, hiess es weiter.

Zuvor hatte die nigerianische Regierung Berichte dementiert, Boko Haram sei es gelungen, in der Stadt Gwoza im Nordosten des Landes einen islamischen Gottesstaat auszurufen. Die Behauptung sei erfunden, teilte das Verteidigungsministerium mit. "Die Souveränität und territoriale Integrität Nigerias sind unversehrt", hiess es.

Boko-Haram-Führer Abubakar Shekau hatte zuvor in einem fast einstündigen Video erklärt, nach dem "Sieg" seiner Kämpfer im nordöstlichen Gwoza habe die Stadt im Bundesstaat Borno "nichts mehr mit Nigeria zu tun". Gwoza sei nun "Teil des Islamischen Kalifats".

UNO-Vertretern zufolge war Gwoza in diesem Monat von Boko-Haram-Kämpfern erobert worden, die Armee bereitet aber offenbar eine Rückeroberung vor.

Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete sie bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 10'000 Menschen.

(sda)

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