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Hunderte rote Schuhe erinnern an verschwundene Mexikanerinnen

Mit hunderten roten Schuhen haben Demonstranten in der mexikanischen Ciudad Juárez auf das unaufgeklärte Verschwinden zahlreicher Frauen aufmerksam gemacht. Die Demonstranten versammelten sich am Montag vor dem Rathaus der an die USA grenzenden Stadt, in der die Verbrechensrate besonders hoch ist.

Etwa 300 Menschen setzten mit roten Schuhen an den Füssen ein sichtbares Zeichen. Zu der ungewöhnlichen Aktion aufgerufen hatten die Künstlerin Elina Chauvet und der spanische Journalist Javier Juárez.

Auch soziale Organisationen und Angehörige verschwundener Mädchen und Frauen nahmen teil. "Das ist eine Weise, die Behörden daran zu erinnern, dass es in der Stadt noch Dutzende Fälle von verschwundenen Frauen gibt und dass sie nicht gelöst wurden", sagte Chauvet.

Seit 2009 wird Ciudad Juárez von einer Welle der Gewalt erschüttert, die mit dem Drogenkrieg in Mexiko zusammenhängt. In den 1990er Jahren und in den ersten Jahren nach dem Jahrtausendwechsel erlangte die Stadt durch brutale Frauenmorde Berühmtheit.

Nach Angaben mehrerer Nichtregierungsorganisationen wurden damals rund 400 Frauen ermordet. Die meisten Fälle wurden bis heute nicht aufgeklärt.

(sda)

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