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«Ich durfte mich selbst sein»

Tamara Stieger aus Embrach ist eine der 20 Frauen, die auf 3+ um die Gunst des «Bachelor» buhlen. Sie sei sich nie minderwertig vorgekommen, sagt die 28-jährige Blonde.

Am Montagabend gab es die dritte rote Rose. Tamara Stieger nahm sie mit einem herzhaften Lachen entgegen – ein Markenzeichen von ihr. Die 28-jährige blonde Embracherin ist somit noch im Rennen für den Platz an der Seite des «begehrtesten Junggesellen am Schweizer Fernsehhimmel», wie ihn der Privatsender 3+ selbst nennt. Seit Ende Oktober flimmert die zweite Staffel des «Bachelor» jeweils am Montagabend über die TV-Bildschirme. Von den 20 Damen, die um Lorenzo Leuteneggers Nachfolger, den 27-jährigen Vujo Gavric, buhlen, sind acht bereits wieder nach Hause gereist. Eine von ihnen ist freiwillig gegangen. Je mehr das Frauengrüppchen geschrumpft sei, desto gefühlsintensiver und emotionaler sei die Rosennacht geworden, sagt die gelernte Parfümerieberaterin rückblickend. In der Rosennacht entscheidet sich der 1.-Liga-Fussballspieler beim FC Rapperswil-Jona jeweils, welche der Frauen er noch etwas näher kennen lernen will, welche folglich also im thailändischen Resort bleiben dürfen. Dort, wo die achtteilige Serie im Sommer gedreht wurde. Nicht die grosse Liebe Stieger, die heute als kaufmännische Angestellte und Assistentin der Geschäftsleitung im elterlichen Dienstleistungsbetrieb arbeitet, weiss längst, in wen sich der Zürcher Gavric am Ende «verliebt». Ob sie die Auserwählte ist, darf sie selbstverständlich nicht verraten. Daran hält sie sich strikt. Sie glaubt an die Liebe auf den ersten Blick, wie sie sagt. Trotzdem war es nicht die Hoffnung auf die ganz grosse Liebe, die sie zum Casting trieb. Erfahrungen sammeln, vor der Kamera stehen und neue Menschen kennen lernen: Das seien vielmehr die Gründe gewesen, weshalb sie sich für ein TV-Format hingab, in dem ein eher altbackenes Frauenbild gezeigt wird: Frauen, die sich zahlreich um eine Rose desjenigen Mannes balgen, den schon jemand anders (der TV-Sender) für sie ausgesucht hat. Minderwertig sei sie sich keineswegs vorgekommen, sagt Kandidatin Stieger. Denn: «Ich durfte immer mich selbst sein.» «Er ist ein sehr attraktiver Mann» In der Sendung geraten die Frauen regelmässig aneinander, schliesslich sind sie alle Konkurrentinnen. Doch die Embracherin konnte es mit allen gut, wie sie sagt. «Klar gibt es die eine oder andere Zickerei, wenn so viele Frauen auf einem Haufen sind.» Doch die Stimmung sei stets gut gewesen. Und wenn sie sich vor laufender Kamera schlecht über eine Konkurrentin geäussert habe, «dann habe ich ihr das vorher auch ins Gesicht gesagt, ich bin offen und ehrlich». Ob der einsame Vujo nun ihr Traummann ist, dar­über schweigt sie sich aus. Die Frauen oder «Ladys», wie sie genannt werden, haben den Bachelor in Thailand zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. «Er ist ein sehr attraktiver Mann», sagt sie nur. «Ihr» Mann müsse selbstbewusst, offen, ehrlich, tierlieb, grosszügig, romantisch und sportlich sein sowie gute Manieren haben. Von Freunden und der Familie erhält sie nur positive Feedbacks, von anderen auch mal Kritik. «Doch das macht es spannend», sagt sie. So bleibe man wenigstens im Gespräch.

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