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Im Achtelfinal knapp gescheitert

Das Canadian Open endete für Stan Wawrinka im Achtelfinal. Der Australian-Open-Champion unterlag dem Südafrikaner Kevin Anderson 6:7 (8:10), 5:7.

Das letzte Game widerspiegelte eigentlich den ganzen Matchverlauf. Stan Wawrinka schlug zwei unerreichbare Winner, konnte aber zwei gegnerische Aufschläge nicht retournieren und kassierte ein Ass. Beim Matchball segelte dann sein Return auf einen zweiten Aufschlag Kevin Andersons über die Linie. Den 30. Matcherfolg des Jahres verpasste Wawrinka denkbar knapp. Mit einem Break zum 2:1 ideal gestartet, gab er den Vorsprung postwendend wieder preis, mit einem Doppelfehler beim Breakball. «Da hatte ich wirklich ein schlechtes Service­game, und so kam er schnell zurück», sagte Wawrinka hinterher. «Er hat dann sehr gut aufgeschlagen und es war schwer beim Return. Er hat einfach seine Chancen besser genützt als ich.» So auch im Tiebreak, wo die Weltnummer 21 ihren zweiten Satzball verwerten konnte. Wawrinka selber hatte auch zwei Satzbälle, die sein südafrikanischer Widersacher aber mit einer Vorhand auf die Linie und einem Service-Winner abwehrte. Der 29-jährige Waadtländer war nach dem Match enttäuscht, vor allem «wie ich in ein paar Punkten gespielt habe. Da war ich einfach zu zögerlich, aber das ist oft ein Teil meines Spieles nach einer Pause.» Anderson, für einen Spieler von 203 Zentimetern Körperlänge erstaunlich gut auf den Beinen, hatte vor allem beim Aufschlag ein Plus. Wawrinka seinerseits brachte nur gerade 41 Prozent der ersten Bälle ins Ziel und konnte den Hünen so nur zu selten unter Druck setzen. Die erste Woche auf Hartplatz endete für Wawrinka damit resultatmässig enttäuschend. Die Tatsache, dass er im Einzel und Doppel mit Novak Djokovic aber insgesamt vier Partien bestritten und daneben mit Magnus Norman gut trainiert hat, lässt ihn aber für die kommenden Wochen hoffen: «Ich bin fit, bewege mich gut und spiele im Training auch gut. Jetzt muss ich einfach hart weiterarbeiten und so viele Matches wie möglich spielen.» Damit verblieb Roger Federer als einziger Schweizer im Tableau. Der Baselbieter bestritt seinen Achtelfinal gegen Marin Cilic in der Nacht auf heute Freitag. Schlappe für Djokovic Novak Djokovic muss seine Ambitionen, als dritter Spieler nach Roger Federer und Rafael Nadal 20 Masters-1000-Turniere zu gewinnen, mindestens um eine Woche verschieben. Der Serbe wurde in Toronto von Jo-Wilfried Tsonga regelrecht vorgeführt und unterlag in 63 Minuten 2:6, 2:6. Schon am Mittwoch gegen Gaël Monfils hatte die Weltnummer 1 platt gewirkt, und gegen den zweiten Franzosen setzte sich diese Tendenz fort. Tsonga gewann ohne Probleme gegen einen Wimbledon-Sieger, dem jegliche Ener­gie­ fehlte. Tragisch nahm Djokovic die Niederlage indes nicht, nach Matchende lachte er beim Shakehands. Die Ausgangslage war für Tsonga nicht gerade verheissungsvoll. Er hatte die letzten elf Vergleiche verloren, in den letzten sieben war er sogar ohne Satzgewinn geblieben. Tsonga trifft heute Freitag im Viertelfinal auf Andy Murray. Der Schotte erreichte kampflos den Viertelfinal, weil Richard Gasquet, Tsongas Doppelpartner, wegen einer Bauchmuskelzerrung Forfait erklären musste.

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