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Im Endspurt zum Sieg

Sigtuna. In Schweden setzte sich OL-Läufer Fabian Hertner in einem spektakulären K.-o.-Sprint um Haaresbreite durch und feierte seinen zweiten Weltcupsieg in diesem Jahr. Der Winter­thurer hatte schon die Qualifikation gewon­nen – vor seinen Landsleuten Daniel Hubmann, Matthias Merz, Martin Howald, Martin Hubmann und Matthias Kyburz. Wurde dieser Lauf als Sprint mit Einzelstart im Minutenstart und damit im WM-Format ausgetragen, so ging es im Halbfinal mit Massenstart weiter. Als Dritter profitierte Hertner vom schnellsten Feld und blieb im Finish nur knapp hinter dem Schweden Gustav Bergman und dem Norweger Øystein Kvaal Østerbø zurück.

Im Achterfeld des Finals waren mit Hertner, Martin Hubmann und Weltcupleader Matthias Kyburz drei Schweizer dabei. Hertner: «Wir haben diskutiert, wie wir uns allenfalls unterstützen könnten. Doch im Wettkampf ging alles so schnell, da musste jeder für sich schauen. Meine Taktik war, abzuwarten und nicht zu früh die letzten Reserven anzuzapfen.» Das überliess er dem Tschechen Kral, der mit Østerbø rasant wegzog. Bei der ersten Zwischenzeit führte Kyburz, Hertner lag auf dem 7. Rang. Doch als nach der Gabelung die Läufer zusammenkamen war der Winterthurer wieder an der Spitze dabei. Nervenflattern kam bei ihm deswegen keines auf: «Dazu habe ich mittlerweile genug Erfahrung in dieser noch jungen Disziplin. Ich kon­zen­trier­te mich auf den Finish.» Dort überspurtete er den Norweger mit seiner Endschnelligkeit, die ihm an der Heim-WM eine Bronzemedaille in der Mitteldistanz eingetragen hatte. Øster­bø sicherte sich im Fotofinish vor Kyburz den 2. Rang.

Hertner freute sich über den Überraschungserfolg: «Ich konnte im Frühjahr infolge Verletzungen nicht immer wie gewünscht trainieren und wusste nicht so recht, wo ich stehe. Jetzt weiss ich aber, dass ich auch in diesem Sommer mithalten kann.» Der Anlass vor den Toren Stockholms brachte ihm diese ­Sicherheit, die es nun am Wochenende zum Abschluss der Nordic-O-Tour in Finnland und bei den nachfolgenden WM-Selektionsläufen auszuspielen gilt.

Niggli geschlagen

Bei den Frauen siegte die Schwedin Emma Klingenberg hauchdünn vor den Schweizerinnen Simone Niggli und Judith Wyder. In der Qualifikation war Niggli überlegen, und Hauswirth, Rahel Friederich, Judith Wyder sowie Sara Lüscher auf den Rängen 5 bis 8 bewiesen den Auftrieb im Schweizer Team. Im Halbfinal hielten Friederich und Lüscher das hohe Tempo aufrecht, verpassten den Final aber knapp. (me)

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