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Im Jubiläumsjahr auf Schatzsuche

Der Kantonsrat entscheidet heute, ob Winterthur eine Million Franken aus dem Lotteriefonds erhält. Der Verein «Winterthur 750» will damit im nächsten Jahr einige grosse Veranstaltungen fürs Stadtjubiläum finanzieren – zum Beispiel eine Schatzsuche.

Heute ist ein wichtiger Tag für das Winterthurer Festjahr 2014. Jubiläumschef François Cochard erwartet die Zusage über eine Million Franken aus dem Lotteriefonds. Diese will er auf verschiedene Veranstaltungen verteilen, die «sicher stattfinden» werden: K Die Jagd durch die Stadt ist ein Spiel, bei dem die Teilnehmer in Winterthur auf Schatzsuche gehen. Dabei werden sie an verschiedene Orte geführt, wo sie Rätsel lösen müssen, um weiterzukommen. Das Stadtspiel ist also eine Art Postenlauf, bei dem es am Schluss laut Cochard auch etwas zu gewinnen gibt. «In diesem Spiel dreht sich vieles um die Stadtgeschichte», sagt er. So besuche man dabei zum Beispiel ein Büro im Volkarthaus – einem Gebäude, das für Winterthurs Werdegang wichtig war. Gespielt werden kann während drei bis sechs Monaten an verschiedenen Tagen. Für das Spiel ist «weniger als eine halbe Million Franken» budgetiert. Ein Grossteil davon wird aus dem Lotteriefonds stammen. K Die Klangwolke begleitet am Sonntag, 22. Juni 2014, den offiziellen Festakt der 750-Jahr-Feier. An diesem Tag will Cochard für einige Stunden den Bahnhofplatz sperren, um Stadtpräsident Michael Künzle den Stadtrechtsbrief in einer Zeremonie nochmals überreichen zu lassen. Diese symbolische Geste wird von allen Seiten mit unterschiedlichen Geräuschen beschallt: mit Meeresrauschen, Glockenläuten oder Musik, die vor Ort gespielt wird. Diese Klangwolke könnte an diesem Tag dreimal zu hören sein. Der 22. Juni ist der Tag, an dem Rudolf von Habsburg Winterthur vor 750 Jahren das Stadtrecht verlieh. Das Budget für den Jubiläumstag beträgt weniger als 400 000 Franken, davon soll rund die Hälfte aus dem Lotteriefonds kommen. K Der Bahnhof ist eine Kunstidee, um Reisende zu begrüssen und zu verabschieden. Am Hauptbahnhof werden dabei Figuren ausgestellt, welche die Bevölkerung darstellen sollen – Kinder, Alte, Junge, Immigrantinnen, Arbeiter. Wenn sich Passantinnen und Passanten in ihre Nähe begeben, erzählen ihnen die Figuren ihre Lebensgeschichte. Für diese Installation rechnet Cochard mit Kosten von rund einer halben Million Franken, gegen 300 000 Franken will er dafür aus dem Lotteriefonds beziehen. Projektleiter ist auch Berater Für die Umsetzung der Klangwolke und der Figurenparade am Hauptbahnhof ist Adrian Mar­tha­ler verantwortlich. Alt Stadtpräsident Ernst Wohlwend holte den Regisseur als künstlerischen Berater für das Jubiläumsfest ins Team. Nun hält Mar­tha­ler das Zepter für zwei der ganz grossen Jubiläumsveranstaltungen selbst in der Hand. Darüber, dass das Winterthurer Festjahr viel Geld aus dem Lotteriefonds verdient, sind sich die Kantonsräte der vorberatenden Finanzkommission einig. Laut deren Präsident Jean-Philippe Pinto (CVP, Volketswil) fiel der Entscheid in der Kommission einstimmig – zugunsten der Winterthurer Million.

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